Die Windsbacher

Shownotes

Schon beim Betreten des Windsbacher Chorcampus in der gleichnamigen fränkischen Kleinstadt tönt es lieblich aus allen Ecken: Seit nunmehr 80 Jahren ist hier einer der renommiertesten Chöre Deutschlands zu Hause – der Windsbacher Knabenchor. Und seit 2025 singen, lernen und leben hier auch Mädchen. Auf den neu gegründeten Mädchenchor sind die Windsbacher genauso stolz. Für alle – Mädchen, Jungen und Mitarbeitende – prägt das Motto „Mehr als Musik“ den Schul-, Proben- und Internatsalltag. Was genau sich dahinter verbirgt, wie ein typischer Tag am Campus aussieht, wie Chorproben und Konzertreisen mit dem Unterricht vereinbart werden und was die jungen Sängerinnen und Sänger antreibt – all das und mehr hören Sie in dieser Folge von ZEIT für Internate.

Weiterführende Informationen:

  • Auf ihrer eigenen Website finden Sie mehr Informationen zu den Windsbachern.
  • Wie das 80. Jubiläum gefeiert wird, lesen Sie hier.
  • Und wie man Windsbacherin oder Windsbacher wird, dazu erfahren Sie hier noch mehr.

Transkript anzeigen

00:00:15: Die Stimmen, die sie hier hören gehören zu einem Knabenkorb.

00:00:19: Nicht zu irgendeinem, sondern zu einem der wohl renommiertesten Chöre

00:00:23: Deutschlands

00:00:24: – dem Winzbacher-Knabenkorb.

00:00:32: Seit letztem Jahr, im Winter, gibt es in Winzbach nicht nur einen Knaben, sondern auch einen Mädchenkorb!

00:00:40: In der fränkischen Kleinstadt findet man seitdem ... Mädchen und Jungs, die getreu dem Motto mehr als Musik singen lernen und leben.

00:00:54: Wie genau das aussieht – und vor allem klingt?

00:00:58: Das hören wir uns in dieser Folge von Zeit für Internate genauer an!

00:01:13: Zum Zeitpunkt meines Besuchs in Winsbach ist es Dezember, twenty-fünfundzwanzig neigt sich dem Ende zu.

00:01:20: Für die Winsbacher bedeutet das weniger gemütlicher Jahresausklang als vielmehr das Gegenteil.

00:01:36: Der Dezember ist die Hochphase ihrer Chorarbeit, die in einer ganzen Reihe von Weihnachtskonzerten mündet.

00:01:42: Heute ist Generalprobe für den morgigen Auftritt des Knabenkursen – in Berlin.

00:01:48: Genauer gesagt?

00:01:49: In der Berliner Philharmonie!

00:02:05: Mit dabei ist auch

00:02:06: er.

00:02:07: Hi!

00:02:08: Ich bin Laurin und freue mich sehr.

00:02:10: Laurin ist achtzehn Jahre alt und geht in die treizehnte Klasse, macht also zwanzigzeichs sein Abitur.

00:02:17: Seit neun Jahren wohnt er schon im Internat in Winsbach und singt seitdem im Knabenchor.

00:02:22: Wir treffen uns vor dem Herzstück des Campus, so nennt Laurin das Chorzentrum.

00:02:27: Da findet alles Chorleben statt von Stimmbildung, Instrumentalunterricht, Chorproben natürlich also alles Musikalische ist hier im Chor-Zentrum.

00:02:34: Laurin führt mich trotz niedriger Temperaturen und letzten Erkältungssymptomen über den Campus und zeigt mir auch die anderen Orte und Gebäude.

00:02:42: Und dann gleich das zweitwichtigste ist es steckt auch im Namen des Haupthaus Das Haus A, da ist die Verwaltung drin.

00:02:49: Unser Internatsdirektor, da wohnen die Oberstüffler ab der elften Klasse.

00:02:53: Da wohnt auch ich!

00:02:55: Im Haupthaus befindet sich außerdem ein B-Zahl den man von Außen schon an den bunten Kirchenfenstern erkennt und an den Tönen des Orgelunterrichts, die nach außen dringen.

00:03:12: Gegenüber vom Chorzentrum und Haupthaus steht ein Haus mit großer Glasfront.

00:03:17: Unten ist der Speisesaal drin, im Keller die Hauswirtschaft und die Wäscherei.

00:03:23: Hier die beiden großen Glasräume sind einmal die Gangsterzone.

00:03:28: Das ist eigentlich ein Freizeitraum mit Air Hockey und Dat und Tischtennis usw.

00:03:33: Und oben drüber sind unsere Studiersähle also da wo man einfach die Hausaufgaben macht in großen Räumen mit Tischen und Stühlen.

00:03:39: Laurins Tag und auch der der anderen Winzbacher geht morgens um sechs Uhr los.

00:03:44: Für Kinder bis zur neunten Klasse ist dann Frühstudierzeit.

00:03:48: Eine Viertelstunde, um sich auf den bevorstehenden Schultag vorzubereiten.

00:03:53: Um sieben gibt's dann Frühstück – bevor am acht die Schule beginnt!

00:04:07: Wenn man es mehr oder weniger rechtzeitig in die Schule geschafft hat, geht die bis zum Mittagessen.

00:04:13: Danach werden in der Studierzeit Hausaufgaben gemacht und gelehrt.

00:04:18: Und am Nachmittag widmen sich die Winzbacher dann endlich der Musik!

00:04:23: Wer nach anderthalb Stunden Chorprobe, Stimmbildung, Musiktheorie und teilweise Instrumentalunterricht mal eine Abwechslung vom Musizieren braucht – die oder der hat einen Spielplatz, Sport- oder Fußballplatz, einen Basketball- oder Beachvolleyballplatz direkt vor der Campus-Tür.

00:04:41: Andere können in der Holz- oder Töpferwerkstatt kreativ werden, im sogenannten Kastencafé chillen das die siebte Klasse betreibt oder sich etwa um die Campus eigenen Hühner kümmern.

00:04:52: Oder man kann Berge erklimmen!

00:04:56: Montesuprano genannt, ist der höchste Berg von Winsbach und der Supran singt so hoch.

00:05:00: Deswegen ist der Montesupprano ein beliebter Schlittenberg auch im Winter zum Beispiel.

00:05:05: Und hier haben wir unsere Fahrer-Talle.

00:05:07: Laurin selbst hält sich aber trotzdem vor allem im Chorzentrum auf.

00:05:12: Denn der Chorgesang ist seine große Leidenschaft!

00:05:15: Und damit findet er – ist er hier in Winsbach genau richtig?

00:05:19: Also egal wie viel Musik jemand davor schon gemacht hat, ich glaube mehr Musik als in Winzbach geht nicht.

00:05:28: Bei der Chorprobe heute Nachmittag hört Laurin allerdings nur zu.

00:05:32: Ein bisschen Halskratzen ist von der Grippe letzte Woche noch übrig geblieben und morgen will er fit sein für den großen Auftritt in Berlin.

00:05:40: Fragt man Laurin nach seiner Konzerterfahrung?

00:05:43: Da scheint ein Konzert in der Hauptstadt fast klein!

00:05:49: Ich glaub das absolute Highlight wo ich gesungen habe war im Palau de la Musica in Barcelona Ein fantastischer Konzertsaal mit einer wunderschönen Decke.

00:05:58: Da müssen wir wirklich mal den Kopf nach oben recken, wenn man da drin steht.

00:06:00: Das ist wunderschön!

00:06:01: Sehr farbenreich und ein wundeschönes Muster Und auch sehr altärwürdig.

00:06:05: dieser Saal

00:06:07: Die Konzertreisen des Knabenkurs sein ohnehin einen Highlight während der Schulzeit.

00:06:11: Ich schätze ich habe ungefähr zehn Auslandsreisen gemacht.

00:06:14: Das

00:06:15: geht los natürlich bei dem nahen europäischen Ausland wie Österreich oder den Niederlanden Aber geht auch über Spanien oder die USA hinaus und dann so zwei Wochen mit den Jungs zusammen eine Tournee-Unternehmen.

00:06:31: Und jeden Tag nur Musik im Kopf haben, jeden Tag Konzert oder fast jeden Tagkonzerte

00:06:35: singen.".

00:06:36: Auf dem Niveau des Winzbacher Knabenkurs zu singen erfordert aber natürlich auch einiges an Disziplin erzählt Laurin.

00:06:42: Die Wochenende sind für uns aber echt Belastungszeit!

00:06:44: Wir haben jeden Tag mehrere Stunden Proben am Wochenende also es geht in der Früh los und es hört erst am Abend auf Und da proben wir das ganze Wochenende durch.

00:06:54: Wenn wir nicht proben, dann haben wir entweder Konzerte,

00:06:57: d.h.,

00:06:57: wir sind dann Freitag bis Sonntag

00:06:59: unterwegs.".

00:07:21: Wie gefragt der Knavenkor ist zeigt auch eine Weltkarte die an einer Wand im Chorzentrum hängt.

00:07:26: Darauf markiert sind die Länder und Orte in denen der Chor schon Konzertsäle gefüllt hat – Australien, Taiwan, USA oder Vatikan.

00:07:36: Für diese weltweite Karriere üben seit letztem Jahr auch Mädchen.

00:07:40: Seit Herbst, zwei Tausendfünfundzwanzig leisten sie den Jungs auf dem Campus Gesellschaft – oder andersherum!

00:07:47: Die Stimmen von insgesamt neunzehn Mädchen ertönen seitdem aus dem Probenraum.

00:07:52: Auch hier darf ich bei meinem Besuch in Winsbach reinschauen.

00:08:06: Geleitet wird der neu gegründete Mädchenchor von Claudia Jennings.

00:08:10: Sie sitzt am Klavier, während die Mädchen gegenüber auf den Stühlen im Proberaum mal sitzen und mal stehen.

00:08:24: Jennings freut sich über die neusten Entwicklungen hier in Winsbach.

00:08:28: Ich freue mich dass jetzt auch Mädchen die tolle Gelegenheit

00:08:32: werden sich

00:08:33: musikalisch so zu entwickeln wie die Jungs in den letzten fast achtzig Jahren dass sie auch ihre Instrumente entwickeln, dass sie zu einer Gemeinschaft werden.

00:08:45: Dass sie auch schöne Konzerterlebnisse sammeln können.

00:08:57: Claudia Jennings hat schon zuvor mit Kinder und Jugend aber auch Erwachsenenkeuren gearbeitet.

00:09:03: Sie ist für den neuen Job von Berlin nach Franken gezogen.

00:09:06: Ihr Arbeitsbeginn war März.

00:09:10: Und seit März bin ich hier bei den Winzbacher zuerst mit der Vorbereitung, Vorsingen und so weiter für die neuen Mädchenchor.

00:09:18: Und seit September prob' ich mit dem Mädchenkor.

00:09:21: Im Mädchencor sind heute neunzehn Mädchen mit ganz unterschiedlich viel Erfahrung.

00:09:26: Einige haben davor schon in anderen Körern gesungen andere noch nicht.

00:09:30: Die Mädchen sind außerdem unterschiedlich alt.

00:09:33: Es ist nicht wie Musik mit einer Klasse zu machen, wo sie alle zwölf sind und mehr oder weniger die gleiche in der gleichen Entwicklungsstadium sind.

00:09:40: Sondern hier habe ich neunjährige und vierzehnjährige.

00:09:44: Und das sind schon Welten dazwischen.

00:09:47: Genau!

00:09:48: Dann muss man in den einzelnen Stimmen arbeiten.

00:09:52: Das machen Sie in der Stimmbildung im Gesangsunterricht, dass jeder sein Körper seine Atmung, Stimme steuern kann und ich muss in der Chorprobe dafür sorgen, dass der Klang einheitlich wird.

00:10:14: Und wie einfach oder schwer das wird?

00:10:16: Das wusste Jennings vor Arbeitsbeginn in Winsbach natürlich nicht!

00:10:22: Ich hatte diese Mädchen einzig bei den Vorsingen gehört.

00:10:25: Das sind dreißig Minuten und das war es, ne?

00:10:27: Das heißt die Gruppe hat dich nicht zusammengehört.

00:10:30: Und wenn man ein Kind dreizig Minuten lang hört kann man nicht sagen wie dieses Kind lernt und wie schnell die Entwicklung sein wird.

00:10:38: Und so hatte Jennings je nach Situation nicht nur Probenplan A sondern auch gleich B und C geschmiedet falls es mehr oder ziemlich viel Aufholbedarf gibt.

00:10:50: Konnte ich den Plan A umsetzen?

00:11:07: Sie sind erstaunlich motiviert.

00:11:11: Sie üben wirklich und sie fragen, sie möchten alles wissen und sie trauen sich, ich meine allein als Mädchen zu sagen Ich ziehe da hin und werde in einem Coursing, den es noch nicht gibt Denn man nicht weiß, ob der Chor gelingt und der von einer Frau geleitet wird, die ich nicht kenne.

00:11:32: Die habe ich nur dreißig Minuten erlebt.

00:11:34: Und ich lasse meine Familie und meine Schule und meine Freundin und ich ziehe nach Winsbach um.

00:11:39: Das ist schon extrem mutig!

00:11:42: Sie haben den Knabenchor als Vorbild.

00:11:46: Die singen nun wirklich super und sie möchten auch schnell gut singen können Und so engagieren sie sich wirklich gut in der Probe, im Gesangsunterricht.

00:11:55: Sie trauen sich und singen Soli – es ist eine ganz tolle, angenehme Arbeit

00:12:00: mit

00:12:01: ihnen.".

00:12:09: In Winsbach singt man übrigens nicht direkt im Konzertchor.

00:12:13: Alle Neuen, egal ob Sängerinnen oder Sänger beginnen ihre Zeit bei den sogenannten jungen Stimmen.

00:12:20: Sobald die musikalisch bereit sind wechseln sie dann in den Mädchen- oder Knabenchor.

00:12:26: Zwei Auftritte hatte der Mädchenchor zum Zeitpunkt meines Gesprächs mit Jennings übrigens schon hinter sich.

00:12:32: Und meine Vision ist, solange der Chor in der Entwicklung ist und auch die Besetzung nicht ausreichend groß ist werden wir bei anderen Konzerten mitwirken und andachten Gottesdienste mitgestalten.

00:12:48: Wir werden noch kein eigenes großes Konzert

00:12:51: machen

00:12:51: denn... Ich möchte, dass die Mädchen sich in Ruhe und ohne Druck entwickeln.

00:12:57: Eine von diesen neunzehn Winzbacher Chorlerinnen ist Juliette.

00:13:01: Nach der Chorprobe nimmt sie sich etwas Zeit für mich.

00:13:05: Wir sitzen auf den Stühlen im Probenraum, auf dem die Sängerinnen gerade noch Platz fanden.

00:13:10: Statt zu singen sprechen wir lieber miteinander.

00:13:13: Also, ich bin die Juliette.

00:13:14: Ich gehe in die sechste Klasse Realschule und bin zwölf Jahre

00:13:19: alt.".

00:13:20: Juliette kannte die Winzbacher schon vor ihrem Vorsingen für den Mädchenkorps.

00:13:24: Ihr Zwillingsbruder singt nämlich schon seit drei Jahren im Knabenkorp – und lebt wie Juliette im Internat!

00:13:32: Und obwohl sie zum Start ein wenig Heimweh hatte, ist sie mittlerweile gut in Winzbach angekommen….

00:13:37: Also das Singen macht mir sehr viel Spaß, dann die Freizeit mit meinen Freundinnen verbringen und manchmal auch backen.

00:13:46: Es gefällt mir auch!

00:13:47: Für Giliette waren Singen – aber kein Neuland.

00:13:52: Ich habe mit Vilyan einen Auftritt gehabt.

00:13:56: Das ist ein Konzert in Spanien also ich bin dort geboren mit meinem Bruder.

00:14:01: Mein Bruder und ich sind Zwillinge Und da haben wir schon mit zwei Jahren angefangen zu singen und mit vier war halt unser erstes Konzert auf einer großen Bühne.

00:14:13: Und nach ihrem Umzug nach Nürnberg, mit ungefähr sechs Jahren ging es weiter...

00:14:17: Dann war ich auf einem Chor in der Nähe von der Stadt Und da hatten wir auch viele Konzertreisende.

00:14:29: Einmal sind wir in den Pfingstferien eine Woche lang nach Ungarn gefahren, da waren wir einmal in Debritz und auch in Budapest und da habe ich auch vieles so Lust davor

00:14:39: gesungen.".

00:14:39: Die Konzerteisen seien neben dem Gesang auch ein Faktor der sie zum Vorsingen für den Mädchenkorb bewogen hat – und das Chorgeld, dass die Sängerinnen und Sänger für ihre Auftritte bekommen, spielte auch eine kleine Rolle!

00:14:52: Wie die ersten beiden Auftritte denn so liefen, frage ich sie.

00:14:55: Das erste Konzert war in der Lorenzkirche.

00:14:59: da hatten wir viele Stücke vorgesungen.

00:15:02: das hat mir sehr gut gefallen.

00:15:05: Das war aber auch sehr kalt dort drin.

00:15:07: Wir hatten Mäntel an schwarze Mämpel und blaue Tücher

00:15:14: Aufgeregt.

00:15:15: sei Juliette deswegen gar nicht so gewesen?

00:15:17: viel mehr hat sie ihren Mitsängerin Tipps gegeben um deren Nervosität abzulegen.

00:15:24: Ja,

00:15:24: einfach durchlaufen.

00:15:26: Das wird

00:15:26: schon.".

00:15:28: Während Chorproben und Stimmbildung vor allem den Nachmittag der Winsbacher bestimmen ist am Vormittag Schule angesagt – für die meisten an der Real- und Mittelschule oder auf dem Gymnasium.

00:15:40: Einzelne Grundschülerinnen und Schüler gibt es auch genauso wie ein paar ältere Quereinsteig.

00:15:48: Auf dem Gymnasium im Winsbach, dem ganz passend Johann Sebastian Bach-Gymnasium ist der Schulalltag passgenau auf die Chorarbeit abgestimmt.

00:15:59: Also das ist so, dass wir tatsächlich da einen

00:16:02: Alleinstellungsmerkmal

00:16:04: in Winsbach haben am Jodels-PG weil wir für die Choralder und Cholarinnen jetzt dann also für die Jungs und Mädels der Winsbacher einen extra Zug eingerichtet

00:16:14: haben.".

00:16:14: Das erklärt Musiklehrerin Sibille Bernäcker.

00:16:17: Bei uns ist es so, dass wir einen Zweikabende heißt Musikgymnasium und der ist an dieses bestehende Aufnahmeprüfung bei den Winzbachern gekoppelt.

00:16:26: Das heisst die Jungs und Mädels, die bei den Winsbacheren auch mitsingen, kommen bei uns in einen eigenen Zug und sind dann in den Jahrgangsstufen fünf bis elf in einer eigenen Klasse

00:16:36: organisiert.".

00:16:37: Das bietet den Winztbacher eine komfortable Situation!

00:16:41: So sagt es Bernika.

00:16:42: Die

00:16:43: Jungs und Mädels der Winzbacher sind eben in Klassen organisiert, die ungefähr zehn bis fünfzehn – weil wir Glück haben auch zwanzig Schülerinnen und Schüler umfassend!

00:16:52: Und die anderen sind halt so die Standardgrößen.

00:16:54: Fünfundzwanzig Plus sage ich mal.

00:16:55: Das ist schon ein deutlicher Unterschied vom Unterrichten her, ob ich jetzt fünfzehnt oder fünfundzwanzig Kinder vor mir sitzen habe, weil ich natürlich viel gezielter und viel individueller fördern kann.

00:17:06: Auch auf die Konzertreisen und damit verbundene Unterrichtsausfälle ist das Gymnasium eingestellt.

00:17:11: Dann haben wir noch die Besonderheit, dass unsere Winzbarer um diese vielen Zeiten, die sie durch den Chor eben ausfallen zu kompensieren drei Intensivierungsstunden pro Schuljahr bekommen und das sind an die Hauptwächer gekoppelt.

00:17:25: also das heißt in der Zeit in der Sie dann auf Konzerteisen zum Beispiel sind verpassen sie ja einiges Unterricht und das können sie dann eben diesen Intensiverungsstunden nacharbeiten.

00:17:41: Aber die werden ja auch hier sehr gut herangeführt, dadurch dass sie nicht sofort im Konzertchor mitsingen.

00:17:47: Die sind dann erstmal in der Chorvorbereitung bei den jungen Stimmen und lernen dann was das bedeutet zu singen steigen dann in den Konzernbetrieb ein und sind gleichzeitig am JSPDG angekommen.

00:17:59: Im Vergleich zu ihren restlichen Schülerinnen und Schülern beobachtet Bernika teilweise durchaus Unterschiede.

00:18:05: zu den Winzbacher-Gymnasiastinnen und Gymnasiasten erzählt sie

00:18:09: Ja Ich beobachte vor allem einen Unterschied in der Belastbarkeit.

00:18:15: Unsere Chorlerinnen und Chorlor haben sehr früh gelernt, sehr belastbar zu sein und auch zum Beispiel nach einem langen Konzertabend sich am nächsten Tag dann wieder hinzusetzen und weiterzumachen wo Schüler die das eben nicht haben schon manchmal drüber klagen dass die Belastung jetzt sehr groß ist

00:18:38: Und das Niveau des Musikunterrichts sei auch ein Invergleich zu Regelklassen etwas anderes.

00:18:44: Also da habe ich als Musiklehrerin natürlich einen Griff ins Goldkästchen, weil die wahnsinnig viel mitbringen!

00:18:53: Ich mache es mal an dem Beispiel fest in der Oberstufe wo die ja auch gemischte Kurse haben – mit Nicht-Kurlerinnen und Nicht-Curlern.

00:18:59: Da ist ein Themenbereich um die Architektur von Konzertsälen Und wenn ich dann in einer normalen Schule frage, ja wer war denn schon mal in so einem Konzertzahl?

00:19:12: Habe ich vielleicht Glück und es melden sich drei oder vier Kinder.

00:19:15: Jetzt habe ich halt Schülerinnen und Schüler da drin sitzen die sagen Ja!

00:19:19: Ich habe schonmal in der Elbphilharmonie gesungen und kann beschreiben So-und-so fühlt sich die Akustik an

00:19:25: als

00:19:26: Darsteller auf der Bühne also als Musiker.

00:19:29: Sie und andere Lehrkräfte besuchen die Winzbacher häufig.

00:19:32: bei Chorandachten sagt Bernhecker.

00:19:34: Wenn sie die Jungs und Mädchen dann auf der Bühne sieht, sei das etwas ganz Besonderes für Sie.

00:19:40: Man erlebt die noch mal ganz anders als im Klassenunterricht.

00:19:42: Und diese Chance hat man ja sonst nicht so oft.

00:19:45: Also wo sehe ich schon meine Schülerinnen, meine Schüler ihr Hobby ausüben?

00:19:49: Und dass auf so einem Niveau ... Das ist schön!

00:19:52: Und lässt einen natürlich auch nochmal andere Gesprächsthemen finden, andere Bandeknüpfen.

00:20:26: Wie der Tag nach Schule- und Chorprobe für die Winsbacher weitergeht, ist unterschiedlich.

00:20:31: Denn... In Winsbach kann man zwischen Leben im Internat und dem sogenannten Tagesheim entscheiden.

00:20:37: Tagessheim bedeutet also, dass man am Abend nach Hause geht.

00:20:41: Und genau so machen das auch ihre Kinder!

00:20:44: Also als die Mädchen Konuch nicht gab hat meine Tochter schon gesagt, sie singen möchte wie ihr großer Bruder.

00:20:49: Das ist Nina Röhle.

00:20:51: Sie ist dreifache Mutter zwei ihrer Kinder sind Winsbacher und seit neuestem Winspacherin.

00:20:58: Ryl wohnt ganz in der Nähe und schaut heute auf dem Core Campus vorbei.

00:21:09: Die

00:21:11: Beweggründe ihrer Kinder nach Winsbach zu kommen, sein trotz der gemeinsamen Leidenschaft des Singens?

00:21:20: Bei meiner Tochter dieses Gemeinschafts- und Erlebnisgefühl hier im Vordergrund gar nicht das Musikieren.

00:21:27: Also bei meinem Sohn war es die Musik, der wollte unbedingt kommen

00:21:32: um

00:21:32: zu singen.

00:21:34: Und bei meiner Tochte ist es ganz enorm.

00:21:36: dieses Gefühl ich will da dabei sein, da geht's rund und da is schön!

00:21:42: Dabei zu sein wo es rund geht und wo es schön ist – das wollen sicher viele Eltern für ihre Kinder.

00:21:47: Aber manchmal sei auch das, also das Loslassen der Kinder gar nicht so einfach, sagt Rühl.

00:21:53: Und auch wenn sie ihre Kinder abends zu Hause empfängt, weil sie gut vernetzt und engagiert ist, kennt Sie die Sorgen von einigen Internatseltern?

00:22:00: Eine Mutter hat mir erzählt ... Da hat er es schon immer mal wieder, wenn die Ferien schön waren und sie haben so wahnsinnig schöne Erlebnisse gehabt am Anfang heimwie Sie merkt, dass das Kind hier glücklich ist und er hat schöne Erlebnisse.

00:22:19: Aber er hat eben zusätzlich dieses Schöne zu Hause und das gute Abendessen und das Unterhalten oder die Umarmung von der Mama, die er auch vermisst und er will beides aber haben.

00:22:29: Und das es was ganz Schönes ist wenn man Zuhause auch so schönes Nestle hat und dass man das vermisst?

00:22:36: Und dass wir dann auch drüber sprechen kann Dass Es ja eigentlich ein Gewinn ist Wenn man zwei Sachen hat und es einem natürlich manchmal leidtut dass man das eine nett hat.

00:22:45: Weil Rühls Kinder selbst nicht aufs Internat gehen, kennt sie das Thema Heimweh persönlich nicht – aber Abschiede die kennen Sie schon!

00:22:52: Denn für Auftritte und Konzertreisen ist auch ihr Sohn und künftig wahrscheinlich auch ihre Tochter viel unterwegs… Und oft sogar mehrere Tage am Stück weg.

00:23:01: Wie schwer das Loslassen auch für Eltern sein kann, das werde oft übersehen, erzählt sie.

00:23:06: Und weil sie so nah dran wohnt.

00:23:08: am Campus hilft sie Eltern, die weit weg sind deswegen gern aus bringt etwas vorbei, supportet Schüler.

00:23:15: Und die eigenen Kinder auf der großen Bühne zu sehen – das entschädigt vielleicht für so einiges an den Eltern weh!

00:23:22: Grül erzählt von einem Konzert des Knabenkors in der Elbphilharmonie in Hamburg, dass sie besucht hat.

00:23:36: Ein Wahnsinn.

00:23:38: Und es wird er alleine nie schaffen, in diesem Team und mit dieser Gruppe und mit dem Support kann der sowas erreichen.

00:23:45: Darf der jetzt die nächsten zweieinhalb Jahre da noch mitspielen oder mitmachen, mitsingen?

00:23:53: Das ist Wahnsinn!

00:23:54: Und das nimmt ihm dann keiner mehr

00:23:56: weg.".

00:23:57: Die musikalische aber auch die persönliche Entwicklung ihres Sohnes in Winsbach findet rühl bemerkenswert.

00:24:05: sich für eine Sache voll zu engagieren und sich richtig reinzuhängen, das hat der Jakob gelernt.

00:24:12: So Vollgas zu geben für ne ganze Zeit auch so in dieser Adventszeit ist es ja schon a lange Strecke Leistung von anderen zu sehen Das hat er auch gelernt.

00:24:22: Und

00:24:22: auch im Lösen von Konflikten seien ihre beiden Kinder richtig gut.

00:24:26: Ryl glaubt vor allem dank der Arbeit der Internatspädagoginnen und Pädagogen

00:24:35: Ja, hallo.

00:24:36: Ich bin Maximilian Hyscher.

00:24:37: Maximilian Hiescher auch Mexe genannt ist seit sechs Jahren Erzieher in Winsbach.

00:24:43: ich spreche mit Mexe in seinem persönlichen Dienstzimmer.

00:24:47: das er hier sitzt ist eine selten Ausnahme.

00:24:49: in seinem eher dynamischen Tagesablauf.

00:24:52: Die wenigste Zeit bin ich im Zimmer die meiste Zeit finde ich ein Stockwerk und im Haus

00:24:56: für Mexes war der Core Campus bei seinem Arbeitsbeginn vor sechs Jahren übrigens nichts Neues denn Maxse war vor einigen Jahren selbst Winzbacher.

00:25:06: Nach seiner Schulzeit hat Maxse eine Ausbildung zum Heil-Erziehungspfleger gemacht und in unterschiedlichen Positionen gearbeitet, bevor er dann als Internatspädagoge zurück nach Winzbach kam.

00:25:18: Privat singt Maxse übrigens immer noch im Ensemble zusammen mit anderen ehemaligen Winsbachern.

00:25:25: Seine eigene Zeit in Winz Bach sagt er habe ihn total geprägt Und sie beeinflusst seine Arbeit noch heute.

00:25:32: Zum einen habe ich in Winsbach wahnsinnig viel kennenlernen dürfen, wir waren ... In der Zeit, in der ich im Winsbach war, das war insgesamt elf Jahre, hab ich wahnsinnigt viel sehen dürfen von der Welt.

00:25:41: Wir waren von Australien bis Brasilien bis China unterwegs.

00:25:48: Wir haben natürlich auch viel intensiv-chorisch gearbeitet an Herausforderungen die für uns als Sänger natürlich nicht einfach waren.

00:25:58: Das Anforderungsprofil eines Sängers in Winsbach ist einfach sehr, sehr hoch.

00:26:02: Aber nicht nur durch die Arbeit im Chor lerne man viel dazu – auch dank des Lebens im Internat.

00:26:08: Da lerne ich ganz, ganz viel weil ich einfach sehr früh auf mich alleine gestellt bin.

00:26:13: Ich musste sehr früh für mich einfach Dinge klären, weil meine Eltern sechszig Kilometer weg waren und ich konnte nicht wegen jeder Kleinigkeit sie anrufen.

00:26:21: das war für mich auch ein ganz entscheidender Moment auch mit zehn Jahren im Internat zu sein.

00:26:29: Und schulische Probleme für mich selber, einfach zu klären und selber anzugehen und dann auch zu

00:26:35: meistern.".

00:26:37: Meckse betreut gerade die zehnte Klasse – das sind dreiundzwanzig Jungs.

00:26:41: Sechzehn davon wohnen im Internaten.

00:26:44: Bei seiner Arbeit mit den Jungs leite ihn vor allem dieser Grundsatz.

00:26:48: Also das allerwichtigste ist mir dass sie Schüler zu mir ehrlich sind egal was kommt oder egal, was sie gemacht haben.

00:26:56: Dass ich zu mir sage, Maxi so war die Situation und dann kann ich damit arbeiten und

00:27:01: umgehen.".

00:27:03: Das ist für mich das Entscheidende.

00:27:05: und dass die Beziehung zu den Jungs einfach nicht abreißt oder zu den Mädels.

00:27:10: Dass einfach immer eine Vertrauensbasis da ist, dass eine Beziehungsarbeit da ist – das ist mir das Wichtigste!

00:27:16: Und das, was danach kommt, das kann man immer in egal welchen Situationen klären.

00:27:21: dass Maxe den Alltag der Jungs und Mädels noch aus eigener Erfahrung kennt.

00:27:26: Und weiß, wie viel Arbeit besonders in den Chor fließt – das helfe ihm!

00:27:30: Für uns jetzt hier ist es einfach wichtig, dass wir die Jungs dabei begleiten und verstehen können was sie eigentlich leisten.

00:27:37: Also Sie leisten Dinge, die andere Jungs- und Mädel sind im Alltag nicht leisten.

00:27:46: Zum Beispiel?

00:27:47: Im Sommer ist es so….

00:27:48: Die Jungs sitzen bei vierzig Grad im Chorsaal und nehmen eine CD auf Die anderen gehen halt in Schwimmbad.

00:27:56: Und diese Disziplin, das was du da mitbekommst ... Das ist einfach ein unschätzbärer Wert für deine Zukunft und so muss man es einfach

00:28:05: sehen.".

00:28:05: Und sie haben es schon gehört!

00:28:07: Seit Herbst-Zweitausendfünfundzwanzig sind auch Mädchen auf dem Korkampus zu Hause.

00:28:11: Der Neuzugang habe sich schnell bemerkbar gemacht, erzählt Maxim.

00:28:16: Einige Jungs seien zuerst skeptisch gewesen andere hätten sich direkt gefreut.

00:28:21: Ich persönlich aus meiner Rolle muss sagen, diese zwanzig Mädels die jetzt da gekommen sind haben einen absoluten Mehrgewinn für das Internat und vor allen Dingen aber auch für die Atmosphäre

00:28:30: am Campus

00:28:31: geschaffen.

00:28:33: Das ist einfach ein phänomenal toller Jahrgang!

00:28:35: Vielleicht hätte es in anderen Situationen auch anders laufen können, aber sie sind wirklich durch die Bank-Liebemädel.

00:28:41: Die sind offen und ergeben den Jungs immer wieder eine neue Chance sich zu posi... zu zeigen, sie suchen immer wieder den Dialog.

00:28:49: Sie sind bei allem dabei, ob ich in der Flütschocken anbiete, die sind dabei.

00:28:53: Die fragen mich am Abend beim Abendessen, ob wir in der flütschocken gehen?

00:28:57: Sie würden gerne mitgehen.

00:28:59: Sie haben überhaupt keine Berührungsängste und das macht es ganz sehr einfach um die Integration eben im Winzbach stattfinden zu

00:29:06: lassen.".

00:29:06: Nach der Premiere der Mädchen-Zweitausendfünfundzwanzig gibt es in diesem Jahr – Zwei-Tausendsechsundzwanzig – in Winsbach gleich den nächsten Grund zum Feiern!

00:29:23: Und über den kann ich mit dem künstlerischen Gesamtleiter der Winzbacher sprechen, mit Ludwig Böhme.

00:29:39: Es geht um das Achtzigjährige Jubiläum – Das Knabenkurs.

00:29:43: Das werden wir feiern mit einem vollen Konzertkalender.

00:29:48: Sagt Böheme mit Blick darauf wie die vergangenen acht Jahrzehnte zelebriert werden?

00:29:52: Wir werden mit... einer klassischen Band, eine ganz neue Zusammenarbeit mit dem Thema Paul Gehrhardt-Lieder.

00:30:02: Wir werden im Sommer das Brahmsrequem aufführen zusammen mit einem finnischen Knabenchor und Sinfonieorchester.

00:30:09: Das machen wir erst in Deutschland und dann fliegen wir damit nach

00:30:11: Finnland.".

00:30:14: Böhme ist neben der Gesamtgleitung auch verantwortlich für den Knabenchor.

00:30:18: Er führt also die jahrzehnte alte Gesangstradition bis heute fort.

00:30:24: Wie er das macht?

00:30:25: Davon kann ich mir während der Generalprobe für den morgigen Auftritt in Berlin selbst ein Bild machen.

00:30:31: Im

00:31:00: Anschluss an die Probe sitzen wir auf den Zuschauerplätzen des großen Probenraums zusammen und sprechen über die Geschichte und Zukunft der Winsbacher.

00:31:09: Im Hintergrund packen die Jungs zusammen, die Instrumente des Ensembles das die Jungen morgen begleiten wird werden weggeräumt – und Böme erzählt!

00:31:18: Um die Geschichte des Knabenchors nachzuvollziehen, müsse man noch weiter als das Gründungsjahr der Winsbacher zurückgehen.

00:31:25: Achtzig Jahre – Das sei für Knabencohre eigentlich keine Zeit!

00:31:29: Weil Knaben-Chormusik hat ja eine jahrhundertealte Tradition.

00:31:34: Also erst natürlich in den Kloster Schulen und dann kamen die Reformation und Martin Luther und die protestantische Musik entstand Und es entstanden Knabenköhre zum Beispiel in Leipzig und Dresden evangelischen kirchenmusik treu sind und wo in leipzig ein Johann Sebastian Bach Thomas Kantor war.

00:31:55: Und dort für Knabenchor komponiert hat, das ist eine tradition also die tradition der musik die verpflichtet uns und ihr geht viele viele jahrhunderte zurück.

00:32:06: Insofern sind wir mit unserem gründungsjahr.

00:32:13: Aber wir repräsentieren letztendlich ein immaterielles Kulturerbe von so unschätzbarem Wert und eines, was

00:32:22: auch

00:32:23: im XXI.

00:32:24: Jahrhundert noch absolut relevant

00:32:25: hat.".

00:32:28: Diese Relevanz zeigt sich auch im vollen Terminkalender der Winsbacher.

00:32:32: Gerade in Dezember reiht sich ein Konzert ans Nächste!

00:32:35: Ja, die Weihnachtszeit ist die Zeit der Stimmen und der Lieder und des Gesangs.

00:32:39: Und die Winzbacher haben alle Hände voll zu tun.

00:32:43: also wir haben im Dezember viel mehr Konzerte als in allen anderen Monaten und wir beginnen den Dezmber meistens mit einem Weihnachtsliderabend.

00:32:54: und diesen Weihnachtliderabenden singen wir nicht nur einmal sondern in diesem Jahr war es glaube ich achtmal und im zweiten Teil steht Bachs Weihnachtsoratorium auf dem Spielplan.

00:33:04: Das ist ja ein Stück, was letztendlich für Knabenchor auch komponiert wurde.

00:33:10: Und wenn die Winzbacher Bachs Weihnachtsoratorium mit Barockorchester zusammen singen, dann ist das schon sehr, sehr authentisch und auch sehr überzeugend und begeisternd.

00:33:21: Deswegen ist es für uns auch immer einen Höhepunkt des Weihnachtsohratorium

00:33:25: aufzuführen."

00:33:26: So wie morgen in Berlin.

00:33:28: Begleitet werden die Winsbacher dort vom Barock-Orchester La Folia!

00:33:32: Und vier Solistinnen und Solisten.

00:33:39: Die konzertreiche Weihnachtszeit, die Konzertreisen übers Jahr hinweg, seien ein großer Motivationsfaktor für die Winsbacher – auch für Böme selbst!

00:34:05: Und fast ein bisschen wie eine Sucht nach solchen Momenten, die brauchen wir immer wieder.

00:34:12: Deswegen sind Monate ohne Konzerte auch schwieriger zu motivieren.

00:34:17: Aber wenn da am Ende ein Konzert steht dann wissen wir wofür was eigentlich tun und haben einen Ziel vor Augen und dann können wir den nächsten Schritt gehen.

00:34:27: Dann klopfen sich die Jungs auf die Schulter und sagen das haben wir gut

00:34:29: gemacht!

00:34:37: Um im Winzbacher Knabenchor zu singen, muss man ein paar Voraussetzungen erfüllen.

00:34:43: Aber vielleicht gar nicht so viele wie man denken mag wenn man die Stimmen des Konzertkores hört?

00:34:48: Ja das ist das Gute am Singen!

00:34:50: Man braucht natürlich einen Talent aber wir brauchen keine Wunderkinder sondern wir haben hier ganz normale Jungs und wenn sie wollen dann sind die hier top ausgebildet

00:35:02: Und Top Ausgebilded?

00:35:03: Das werden ja jetzt auch die Mädchen.

00:35:05: Über diese Neuerung ist Böme sehr froh.

00:35:08: Zeit wurde es, findet

00:35:25: er.".

00:35:31: Und jetzt musste man bloß den Schritt gehen und dann sind wir alle gemeinsam gegangen.

00:35:37: Wir freuen uns und haben das bis jetzt überhaupt nicht bereut, weil ein ganz frischer Wind reinkommt.

00:35:42: und wir merken hier passiert gerade was Neues, was Zeitgemäßes, was Wunderbares.

00:35:48: Und wir merkt auch dass es für den Knabenchor auch eher nützlich

00:35:53: ist.".

00:35:54: An seinem Job reitste Böme besonders der Gestaltungsspielraum.

00:35:58: Er beeinflusst ja schließlich auch, mit welchem musikalischen Repertoire besonders die Jungs den Chor verlassen.

00:36:25: Aber so ein Chor gibt über die Musik hinaus noch viel mehr, ein Gemeinschaftsgefühl.

00:36:32: Wie kann ich mich... also wie verhalte ich mich in einer Gruppe?

00:36:36: Wie kann Ich mich durchsetzen?

00:36:38: Wo muss ich mich zurücknehmen?

00:36:39: Das sind ja Sachen, die wir in unserer Gesellschaft dringend brauchen dass wir mehr Feingefühle dafür haben.

00:36:47: wo ist es wichtig seine Stimme zu erheben für eine wichtige Sache und wo hält man auch einfach mal seine Klappe und nimmt sich zurück?

00:36:56: Und ein Chor sei geeignet, um solche Fähigkeiten zu lernen, findet Böme.

00:37:01: Denn so gibt es ja das Motto der Winsbacher vor – Winzbach sei mehr als Musik.

00:37:06: und auch wenn dieses mehr wichtig ist!

00:37:09: Bei einem Besuch in Winsbach merkt man sehr schnell.

00:37:12: Die Musik bedeutet den Winzbachern sehr viel.

00:37:16: Also die Musik ist letztendlich auch unser Antrieb.

00:37:19: Ohne die Musik wird es Winzback nicht geben.

00:37:22: Also das Internat ist eines, was Gemeinschaft schafft.

00:37:25: Aber die Gemeinsschaft kommt durch das Thema Singen, durch Rampenlicht, durch Konzerterfahrungen, die zusammenschweißen und letztendlich auch durch eine ganz große Begeisterung für gute

00:37:36: Chormusik.".

00:37:39: Und diese gute Chormusik bekommen die Berliner Gäste morgen zu hören!

00:37:44: Um sieben Uhr heißt es für den Konzertchor Abfahrt über Nürnberg nach Berlin.

00:37:52: Tortellini mit Tomatensoße stellt die Philharmonie den Jungs zur Stärkung bereit, bevor es am Abend zusammen mit La Folia auf die Bühne geht und die Winzbacher nach ihrem Weihnachtsoratorium mit tosendem Applaus von der Bühnen verabschiedet werden.

00:38:40: Das war eine neue Folge von Zeit für Internate.

00:38:44: Zeit Für Internat ist eine Produktion von Studio ZX für Zeit at Weiß – diese Folge im Auftrag der Winzbacher.

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