Internatsschule Louisenlund

Shownotes

Nach dem Ansatz des „Inverted Classroom“ – also des umgedrehten Klassenzimmers – lernen die Schülerinnen und Schüler an der Internatsschule Louisenlund. Doch was steckt konkret hinter diesem Konzept? Und was prägt den Schul- und Internatsalltag von Jahrgang 8 bis 13 darüber hinaus?

In dieser Folge besuchen wir das moderne Lern- und Forschungszentrum sowie den campuseigenen Segelhafen am Ostseearm Schlei. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des beruflichen Gymnasiums Agrarwirtschaft geht es außerdem auf einen Acker von „Gut Damp“, dem Kooperationspartner des sogenannten Agrarcampus.

Gespräche mit Stiftungsleiter Peter Rösner, der Lehrerin und Koordinatorin des Agrarcampus Gesa von Gadow, Betriebsleiter Thomas Büthe von „Gut Damp“ sowie Lehrerin und Segelkoordinatorin Anna Schweizer geben Einblicke in das besondere Konzept von „Lund“. Auch die Schülerinnen und Schüler Leonore, Lale, Miles und Korbinian erzählen, was den Alltag dort ausmacht.

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00:00:04: Idyllisch an einem Ostsee-Arm gelegen befindet sich die Internatsschule Luisenlund.

00:00:11: Und den Mittelpunkt des Areals bildet seit seiner Erbauung, siebzehnhundertsechs und siebzig das Schloss LuisenLund.

00:00:18: Aristokraten residieren in und um das SchlOSS heute aber nicht mehr!

00:00:23: In Luisen Lund wohnen vor allem Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge acht bis dreizehn.

00:00:29: Und Gesellschaft kriegen Sie von einigen Internatsmitarbeitenden zum Beispiel von Schulleiter Peter Rösner.

00:00:36: Mein Name ist Peter Rössner, ich bin der Schulleite in Luysenlund und meine Aufgabe ist eines der wie ich finde schönsten Internate in diesem Land zu organisieren, zu managen und zu führen.

00:00:48: Ich treffe Rösler bei meinem Besuch in Luysenlund im März Und gleich zu Beginn, nachdem meine Kollegen und ich bei Sonnenschein die Auffahrt aufs Schlossgelände genommen und den ersten Blick auf die Schlei genossen haben zeigt mir Schulleiter Rösner einen der wichtigsten Orte des gesamten Campus.

00:01:06: Wir gehen vom Hauptportal des Schlosses über dem Versaierlandschaftspark entfundenen kleinen Garten in Richtung Schlei.

00:01:16: Da steht heute eine große Fahne mit Die müssen Lundfarben, die natürlich auch die Farben des Landesstädte Kölstein sind.

00:01:23: Blau und Rot.

00:01:25: Und wenn man ein Luftbild anschaut Dann ist da wo die Fahne heute steht Der Schnittpunkt der mittelsenk Rechte eines wirklich wirklich großen rechtmitteliges Dreiecks auf die Hypotenuse.

00:01:38: dieses Dreieck Das ist im Sinne der freimaurerischen Logik Ein Ort wirklich hoher Energie Wenn man sich da hinstellt an diesem Punkt Und dann quasi diesen kleinen Weg, den wir jetzt gehen zurückschaut.

00:01:57: Dann schauen wir genau auf das Hauptportal des Schlosses und wenn man sich diesen haupteigenen Schlossest anschaut findet man über den Türflügeln wieder ein Dreieck und in diesem Dreiecks ein Oval und wiederum in diesem Oval eine Route.

00:02:19: dieses Oval symbolisiert in der griechischen Mythologie einen Auge Bei der Fahne so hinstellen, dass sie die Sonnenuhr, an denen wir gerade vorbeigelaufen sind.

00:02:37: Ich hatte in der Mitte eine Kugel.

00:02:40: Sie müssen also so hinschellen, das sie diese kleine Kugeln in der Mitte der Sonnenuhr ... In den mitten von diesem Oval mit dem Rauten im unteren Dreieck.

00:02:49: sehen Sie

00:02:50: es.

00:02:51: Jetzt gucken Sie in das Auge Gottes!

00:02:55: Das muss aber tiefdemütig

00:02:56: werden?

00:02:56: Ja.

00:02:58: Das werden Sie nicht vergessen.

00:03:01: Das haben Sie einmal in das Auge Gottes

00:03:02: gekommen.

00:03:04: Und auch wenn ich damit im Sinne der Freimaurer, die diese Architektur zu verantworten haben quasi alles gesehen habe möchte ich mich hier in Luisenlund doch noch ein wenig umschauen und andere wichtige Orte des Internatsgymnasiums kennen lernen – und natürlich die Menschen, die in ihnen leben und lernen!

00:03:23: Das ist Zeit für Internate

00:03:25: und die

00:03:26: nehmen wir uns in dieser Folge fürs Internats-Gymnasium Luisenland.

00:03:42: Schulleiter Rösner und ich setzen uns in sein Büro.

00:03:45: Rösler und einige Kolleginnen und Kollegen arbeiten im Schloss, mitten – im Auge Gottes sozusagen!

00:03:51: Der Schulleitor ist schon seit dreizehn Jahren in Luisenlund.

00:03:55: Begonnen hat er seine Karriere ursprünglich mit einem Lehramtsstudium in Mathe- und Physik.

00:04:00: Es folgte ein Diplom in Experimentalphysik bevor Rösener promovierte.

00:04:04: Danach baute er einen Science Center mit auf und die Stiftung Haus der kleinen Forscher, die sich für frühe Bildung im Bereich Mint einsetzt.

00:04:12: Rösner lernte später zufällig Prinzessin Ingeborg zu Schleswig-Holstein kennen.

00:04:17: Ihr Großvater hat die Stiftung Luisenlund den Träger des heutigen Internats gegründet, nach einem ersten gemeinsamen Projekt bewahrt sich Rösener auf die frei gewordene Stelle als Schulleiter und bekam sie.

00:04:33: So dann habe ich mich erinnert und hab gesagt was erwarten Sie von so einem Schulleitern?

00:04:36: Und dann sagte sie eigentlich nur einen Satz seine Erwartungen wäre make it relevant also diese Schule relevant zu machen für die Gesellschaft, die wir haben.

00:04:48: Sie sagte Wir brauchen nicht... Also es gibt über das Neunundneinzig-Gymnasium in der Schleswig-Holstein.

00:04:52: Wir sind eines davon.

00:04:53: Sie sagten Wir brauchen Nicht-Gemnase im Nummer Neun und Neunzig-Seinen-Schleswig Hölstein.

00:04:56: Das dafür treten wir nicht an Sondern wir müssen mit den Möglichkeiten Und auch sicherlich den Privilegien Die wir haben, die Besonderheit, die auch eine freie Schule hat wie diese.

00:05:06: Da müssen wir einen relevanten Beitrag leisten Für dieses Bildungssystem insgesamt.

00:05:10: Und Make It Relevant hat Rösner seitdem zu seinem Motto gemacht.

00:05:15: Aber wie macht und hält man eine Internatsschule relevant?

00:05:19: Ich sage immer, was einer der negativsten Dinge ist die Lernen verhindert an Schule ist Angst.

00:05:25: Wenn sie eine Atmosphäre haben wo Kinder Angst haben dann lernen Sie nicht.

00:05:28: wenn sie Angst haben lernen sie nicht.

00:05:30: Also das heißt Schule muss zu allererst mal ein Ort sein wo Kinder angstfrei hingehen können...

00:05:36: ...und dann stellt sich auf der anderen Seite die Frage Was braucht es denn damit gute Bildung gelingt?

00:05:41: Ich kann Ihnen mal sagen, einer der wirklich hohen Wirkfaktoren ist.

00:05:45: Wenn Sie es schaffen, dass Kinder Akteure ihrer eigenen Bildungsprozesse werden.

00:05:50: Also sie müssen Kinder aktivieren und in Verantwortung bringen das sie für ihre Bildung selbst verantwortlich sind dann funktioniert Bildung!

00:05:56: Dieses Vorhaben zeigt sich in Luisen Lundt in ganz unterschiedlichen Facetten.

00:06:00: eine grundlegende Prämisse ist es, dass Lehr- und Lernprozese personalisiert ablaufen.

00:06:06: Klassenverbünde, in denen Schülerinnen und Schüler vor allem aufgrund ihres Alters zusammen lernen – die gibt es hier nicht.

00:06:12: Und ich glaube der Hauptunterschied den diese schulelosen Lund jetzt macht ist dass wir die Klasse aufgegeben haben.

00:06:18: Wir hören auf Kinder nur weil sie zufällig gleich als eine Klasse einzuteilen Sondern wir schauen uns an was können die schon?

00:06:25: Wie schnell können die laufen?

00:06:27: So dann geben wir ihnen eigentlich personalisierte Ziele.

00:06:31: Lehrkräfte und Mentoren sind dafür da zum Monitorn ob diese Ziele erreicht werden.

00:06:36: Wenn ja, dann folgen sogenannte Lernstandsüberprüfungen.

00:06:40: Das sind Arbeiten oder Tests.

00:06:42: Auch hier haben alle eine feste Anzahl von Leistungsnachweisen zu erbringen – aber eben nicht zur selben Zeit!

00:06:49: Klar, je näher die Schülerinnen und Schüler dem Abi kommen, desto mehr sind auch die Pädagoginnen und Pädagogen in Luisen Lund an Verordnungen gebunden.

00:06:57: Denn am Ende schreibt man auch hier in Lund dasselbe Abitur wie im Rest Schleswig-Holsteins.

00:07:03: In Luisenlund kann man übrigens mit der Grundschule starten.

00:07:06: Ab dem Gymnasium kann man im Internat leben oder extern bleiben und neben einem allgemein bildenden gibt es hier auch einen agrarwissenschaftlichen Zweig, dazu später noch mehr.

00:07:18: Verlassen kann man Lund nicht nur mit dem Abitur sondern auch mit dem International Baccalaureate – kurz IB eine international anerkannte Hochschulreife.

00:07:28: Und abgesehen von einem Schloss gibt es natürlich noch ganz viele andere Gebäude.

00:07:33: Aber wo es keine Klassen gibt, da gibt's natürlich auch keine Klassenräume.

00:07:37: Zumindest nicht so typische wie an vielen Regelschulen und genutzt werden die Räume auch anders!

00:07:43: Denn ganz im Sinne der Luisenlunder-Pädagogik kommt das Konzept Inverted Classroom zu tragen – auf Deutsch heißt das sowas wie umgedrehtes Klassenzimmer.

00:07:53: Schulleiter Rösner erklärt was das bedeutet.

00:08:04: Du verantwortlich und nicht der Lehrer.

00:08:07: So warum?

00:08:07: Lernen, üben und trainieren sind aktive Verben.

00:08:10: Was ist ein Verb?

00:08:12: Ein Tunwort!

00:08:13: Was es ein aktives Verb muss man selber machen Also lernen, übem und trainierend muss man selbst

00:08:19: machen.

00:08:20: Dafür ist die sogenannte Studio Time da.

00:08:23: Jetzt muss man ja das was man gemacht hat anwenden und übertragen und problemlöse Kompetenz entwickeln.

00:08:28: Dann schicken wir sie im Seminar.

00:08:30: Im Seminar sind andere Schülerinnen und Schüler und eine Lehrkraft dabei.

00:08:34: Statt Frontalunterricht werden hier häufig viel mehr Fragestellungen diskutiert und gemeinsam Lösungen erarbeitet.

00:09:04: Tatsächlich ist es so, dass wenn der Lehrer einmal sich freimacht davon das er der Vermittler von Weisheit ist.

00:09:12: Also der Sage on the stage sagen wir manchmal.

00:09:15: Der Weise auf der Bühne.

00:09:19: Der Frontal den Schülern jetzt endlich erklärt wie's funktioniert.

00:09:22: also der Sage On The Stage Er wird zum Meddler in die Mittel sagen die Amerikaner.

00:09:28: Zum Vermittlern inmitten der anderen Schüler.

00:09:31: Und neben den Lehrkräften spielen auch Mentoren in Luisen Lund eine wichtige Rolle.

00:09:36: Die treffen ihre Schülerinnen und Schüler typischerweise einmal pro Woche, bei Bedarf auch öfter.

00:10:03: Schwimmtraining auch.

00:10:04: Und nicht alle Kinder haben, wenn sie zu uns kommen diese Kompetenzen schon voll ausgeprägt.

00:10:08: Eller weil sie auch.

00:10:09: manche Erwachsene haben das nicht.

00:10:11: Also was die Menschen aber brauchen ist eigentlich dann die gute Führungskraft es zu sagen naja ein Mentor im Sinne einer Führungskraft für diesen Schüler der begleitet den dabei

00:10:23: Eine Luisenlunder Schülerin und einen Schüler.

00:10:25: darf ich nach dem Gespräch mit Schulleiter Rösner treffen.

00:10:29: Leonore und Miles Ich treffe die beiden vor dem Schloss Eine Unterrichtsstunde.

00:10:35: verpassen sie nicht.

00:10:36: Ihre Zeit können Sie sich ja ziemlich flexibel einteilen.

00:10:40: Leonore lebt im Internat, Miles ist Tagesschüler oder externer wie er sagt.

00:10:45: Er fährt morgens mit dem Lundschattel in die Schule und abends wieder nach Hause.

00:10:51: Ich bin Miles ich bin im DP-One Und ich bin seit drei Jahren jetzt hier in Lund.

00:10:58: Ich bin Leonore, ich gehe in die QEins und ich bin auch seit drei Jahre in Lunden und bin intern.

00:11:04: Beide gehen in die zwölfte Jahrgangsstufe.

00:11:07: Leonore ist auf dem allgemein bildenden Gymnasium, Miles macht das IB.

00:11:12: Die beiden führen mich über das weitläufige Gelände – zuerst ins neu gebaute Lern- und Forschungszentrum.

00:11:19: Hier findet die Studio Time statt!

00:11:22: In den Schülerinnen sich auf unterschiedliche Weisen ihren Schulstoff aneignen.

00:11:27: Dazu noch mal Peter Rös.

00:11:31: Der Schüler kann entscheiden, wann er dahin geht dieses Lernstudio und wie lange da bleibt.

00:11:35: Aber es ist ja seine Verantwortung als Schüler sich darum zu kümmern.

00:11:37: Lehrer sind dabei und die können gefragt werden, sind aber eigentlich passiv!

00:11:42: Die Lern-Studios sind multifunktionale Flächen – in offenen und großteils verklasten Lernräumen können Schülerinnen und Schüler alleine oder gemeinsam lernen, miteinander sprechen oder sich bei Bedarf zurückziehen.

00:11:56: rollbare Tische und Stühle, schallisolierende Vorhänge aus Filz.

00:12:00: Böden und hohe Wände aus Eichenholz zeichnen die Räume

00:12:19: aus.".

00:12:21: Wie so eine Art modernes Großraumbüro.

00:12:24: So beschreibt Schulleiter Peter Rösner das Lern- und Forschungszentrum.

00:12:28: Und neben den Seminar- und Lernstudios findet man dort auch die Physik, Chemie und Biolabore.

00:12:40: ein

00:12:43: Space, der für sich alleine ist.

00:12:44: Und da finde ich jetzt zum Beispiel Unterricht bei Helmstadt und er macht gerade Physik und das ist super weil wir

00:12:49: echt richtig

00:12:49: gut ausgestattet sind und wir haben auch immer Lab-Days.

00:12:53: also es bedeutet so von Achtundreißig bis Zwölfhut dreißig Unterricht hast und nur Chemie oder nur Bio.

00:12:59: und das is ganz cool weil du kannst dann wirklich mal was machen.

00:13:02: und dahinten ist auch so ein Lazy Lab sozusagen, da kannst dich dann hinlegen und wenn du irgendwas lesen musst, kannst du dich da hinlegen um etwas lesen.

00:13:10: Im Biolabor findet gerade ein Seminar statt.

00:13:13: Fünf Schülerinnen und Schüler, eine Lehrerin das Thema Mitochondrien.

00:13:19: Das ist wie wirklich ein Seminare in der Uni.

00:13:21: Die Lehrerin erklärt was und

00:13:22: es ist mehr

00:13:23: ein Gespräch und nicht dieses Frontale, dass die ganze Zeit irgendwelche Infos in dein Kopf gehammert bekommen sondern dass es dir auch wirklich selber arbeitest.

00:13:31: Ein Tag in Luisenlund startet für Leonore um acht.

00:13:35: Für Miles wegen seiner Anfahrtszeit schon etwas früher Spätestens um acht Uhr.

00:13:40: dreißig sind beide beim Frühstück.

00:13:44: Es ist echt premiumswiechen Luxus,

00:13:46: also wir haben von

00:13:47: acht oder drei bis zehn Uhr Dreißig-Frühstück

00:13:49: dann

00:13:50: haben wir von zwölf oder dreizig bis vierzehn Uhr Mittagessen

00:13:53: und

00:13:53: vorn fünfzehn uhr bis sechzehntundreißig Snacktip und da gibt's

00:13:58: Joghurt, Kuchen, so eine Tite an uns und sowas

00:14:01: alles Und später natürlich noch Abendessen.

00:14:04: Leonore wohnt in einem zweier Zimmer im Akazienring.

00:14:08: Von den Bewohnerinnen und Bewohnern wird der Neubau aufgrund seiner Form auch Donat genannt.

00:14:13: Der Donat befindet sich keine zwei G-Minuten vom Lern- und Forschungszentrum entfernt, ein Weg zwischen Wiesen entlang.

00:14:21: Leonores Wohnhaus hat zwei Stockwerke – im einen wohnen die Mädchen und im anderen die Jungs.

00:14:27: Insgesamt wohn in Lund übrigens knapp dreihundertzwanzig Jugendliche.

00:14:31: Es gibt Gemeinschaftsküche und pro Wohneinheit teilen sich Jungs und Mädels ein Bad.

00:14:37: Viele der jüngeren Schülerinnen und Schülern wohnen in Mehrbettzimmern.

00:14:40: Ab der Oberstufe wohnt man in der Regel zu zweit, so auch Leonore.

00:14:45: Übrigens zusammen mit der amtierenden Voice of Lund – das ist ein Karaoke-Wettbewerb, den alle London auch die Pädagoginnen und Pädagogen einmal im Jahr veranstalten!

00:14:56: Und mein Haus ist super,

00:14:59: ich liebe

00:14:59: meine Hausbatterie so toll.

00:15:01: Und du hast auch einfach ein Bad

00:15:03: für dich.

00:15:03: also mit deinem Zimmernachtbar teilst du dir ein Bad und wenn du eine Einzelzimmer hast, teilst Du dir mit dem anderen Einzitzimmers neben dir das Bad nicht zu zeigen der

00:15:11: Durchgehung.".

00:15:12: Hauseltern gehören zum Luisen Lunder sechs Augenprinzip dazu – neben den vier Augenpaaren der Mentoren- und Stufenleitung

00:15:20: Ja, also meine Hausmutter ist mein Ansprechpartner.

00:15:24: Egal in welcher Situation und auch einfach dass du eine Begleitung hast in deinem Alltag.

00:15:28: Also um acht Uhr ist immer Check-in da sagt ihr mal wie gehts euch?

00:15:33: Dann erzählen wir ein bisschen so wie beim Mami wenn du nach Hause kommst nach der Schule und erstmal erzählst was alles passiert ist Und dann abends um zwanzig Uhr kommt sie immer noch mal zu uns rein und wir reden nochmal über den Tag, gucken was passiert ist.

00:15:46: Und einfach dass die immer jemanden zuhört und dann machen wir auch immer Hausabende mit unserer Hausmutter.

00:15:50: also als große Gruppe kochen wir mal gehen ins Kino, gehen essen und genau das ist eigentlich wie so eine Ansprechpartnerin, die du immer hast und halt wie ne Mami nur hier in Lund.

00:16:03: Leonore wohnt im Erdgeschoss des Akazien Rings.

00:16:06: Von außen kann man in die bodentiefen Fenster nicht reinschauen.

00:16:09: Leonore hat dafür einen guten Blick darauf, wer an ihrem Haus vorbeikommt.

00:16:13: Genau das ist mein Zimmer, gerne einmal reinkommen und ich kann natürlich alles beobachten.

00:16:19: Ich kann immer gucken, wer wo hinläuft, das ist immer ganz cool.

00:16:21: Wir haben jetzt

00:16:22: Verhältnieder,

00:16:22: sieht man keinen selber eigentlich lieber

00:16:24: möchte.

00:16:24: Werbeschrank, Bett, Spur, also Tisch, Komode

00:16:26: usw.,

00:16:26: da haben wir auch unser Bad.

00:16:28: Genau, und wie kann es

00:16:30: das ganz eigen eigentlichen?

00:16:31: Das

00:16:31: ist natürlich sehr renoviert.

00:16:32: Und

00:16:33: hier ist es schön zu

00:16:34: gehen.".

00:16:42: Wenn Leonore und Miles tagsüber nicht im Lern- und Forschungszentrum sind oder Freizeit genießen – dann verbringen sie mit großer Wahrscheinlichkeit ihre Zeit mit der Ausübung einer sogenannten Gilde!

00:16:54: Denn in Sinne der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung spielen außerunterrichtliche Aktivitäten in der Luisen Lunderpädagogik eine wichtige Rolle Dienste, Kurse und ebenso genannte Gilden.

00:17:06: Das kann man am ersten vergleichen mit AGs.

00:17:09: Von Sport, Kunst, Kultur bis zu Wirtschaft, Politik, Soziale und Technik ist so ziemlich alles dabei.

00:17:15: Zum Beispiel ein Amt beim technischen Hilfswerk.

00:17:18: Kuttersägeln, Schach, Rugby, Robotik oder man isst Lifeguard an der Schlei.

00:17:23: Es bietet sich ja auch einfach super an.

00:17:24: also ich hab zum Beispiel Hockeyspielen gelernt Und du machst das jetzt seit zwei Jahren und du lernst einfach so viele Dinge, die zu dem du gar nicht kommst.

00:17:33: Also es gibt ja auch eine Bienengilde, die dann irgendeinen Honig machen und all sowas... Das ist super!

00:17:42: Leonore selbst war schon Jahrgangssprecherin in der Begrüßungsgilde, Parlamentssprecherinnen oder im Hockey-Team.

00:17:48: Miles zum Beispiel macht Debating, spielt Fußball, ist in der SV und im IB Leadership Team.

00:17:54: Wer sich auspowern will kann dass auch im Campus eigenen Gym.

00:17:58: Auch das zeigen wir die beiden.

00:18:01: Dann ist das unser Gym, der sehr populär mit den ganzen Schülern.

00:18:06: Wie man sieht schon ziemlich modern hat dieses ganze Equipment.

00:18:09: was man so braucht Das wird auch dann von

00:18:12: Schüleren geleitet.

00:18:13: also da sind

00:18:15: Gym-Aufpasser oder

00:18:17: in der Gym-Gilde und die passen auf dass

00:18:20: die Maschinen nicht kaputt gehen oder dass man sich gar nicht verletzt.

00:18:24: wenn jetzt ein neuen Cluster dahin kommt und das KG-Benchpress

00:18:27: machen will, ist dann

00:18:29: nicht so clever.

00:18:30: Da passen die halt

00:18:31: auf.".

00:18:33: Ganz in der Nähe führen mich Miles und Leonore in einen großen Saal, in dem Versammlungen stattfinden und Schülerinnen und Schüler Theater spielen können.

00:18:42: Nicht weit entfernt ist auch die Sporthalle, in der gerade Basketball gespielt wird – klettern könnte man dort auch!

00:18:48: Zu besonderen Anlässen wird diese Halle umfunktioniert, dann werden hier Bälle gefeiert.

00:18:54: Welches Miles Lieblings-Event isst kann er gar nichts sagen — es gäbe viele

00:18:59: Sonst auch Nikoball.

00:19:00: Das ist richtig

00:19:01: cool, das Weihnachtsfest, wo wir dann alle schicken im Anzug oder dort in den Ehe-Sporthalle gehen.

00:19:11: Dort ein schönes Essen von den Lehrern bedient und dann geht es dann in den Kürterschuppen und da ist dann eine richtige

00:19:17: Party.".

00:19:18: Niko Ball übrigens deswegen weil sich Schulleiter Rösner als Nikolaus verkleidet!

00:19:24: Die Gemeinschaft, die hier in Lund gelebt werden ist für Leonore ein ganz wichtiger Bestandteil ihres Internatslebens.

00:19:32: Also die Gemeinsschaft in Lunt ist unbezahlbar.

00:19:34: also du hast hier wie eine kleine neue Familie.

00:19:38: Jeder kennt jeden man lernt viel zusammen wenn es Streitigkeiten gibt.

00:19:42: Du kannst ja nicht mal streiten in Lunden.

00:19:44: Du bist vieles als sie mit den Leuten hier.

00:19:46: das geht gar nicht!

00:19:47: Du musst dich mit allen verstehen und es klappt auch.

00:19:50: Du hast hier nie irgendwas, wo es eine große Streitigkeit gibt.

00:19:53: Ich habe in meiner Zeit noch nie was davon

00:19:56: mitbekommen.".

00:19:57: Schon als Leonore das Internat zusammen mit ihrer großen Schwester das erste Mal besuchte, wusste sie – Hier will ich hin!

00:20:04: Das hat sich seitdem nicht geändert.

00:20:07: Was ihr besonders gefällt?

00:20:09: Also natürlich erstmal die Leute, die mich hier empfangen haben.

00:20:12: Die Gemeinschaft ist sehr offen Und auch diese Atmosphäre, die du hast.

00:20:16: Also der Campus ist wunderschön und vor allem dieses Angebot.

00:20:19: also Du kannst hier unglaublich viele Gilden ausüben Sachen machen, die noch nie gemacht hast und du wirst ja auch vorbereitet auf dein Leben nach der Schule Wenn ich jetzt ins Studium gehe.

00:20:28: Ich weiß wie ein Seminar abläuft Wie ich mich selbst organisieren muss.

00:20:32: Ich weiß viel Verantwortung übernehme durch meine Ämter.

00:20:34: Das lernst du nicht einfach mal zu Hause

00:20:37: Sachen machen ,die man noch nie gemacht hat Sich ausprobieren dazu lernen.

00:20:42: All das wird in Luisen Lund auf viele Arten und Weisen unterstützt.

00:20:46: Eine Form sind bestimmte Vertiefungen, die Schülerinnen und Schüler wählen können, die in einem Bereich besonders begabt sind Wie?

00:20:53: Das erklärt mir Schulleiter Peter Rösner.

00:20:56: Wir glauben dass besondere Talente besonders gefördert werden sollten.

00:21:02: Und ich mach mal die Analogie wo das schon passiert In Deutschland.

00:21:05: lasst ihr alle kennen, das ist natürlich der Sport.

00:21:08: Wenn sie mit vierzehn wirklich gut Fußball spielen in diesem Land Dann werden sie gescoutet, dann können Sie am Stützpunkttraining teilnehmen.

00:21:15: Dann spielen Sie in den Landeskardern und wenn Sie wirklich gut sind, dann werden Sie wieder gescautet.

00:21:19: Dann landen Sie im Nachwuchsleistungszentrum heißen die Dinger.

00:21:22: Sie können also zu Schalke gehen oder zur Dorpe nur zum HSV meinetwegen.

00:21:26: Grüßner sagt ähnlich wie im Sport sollte man doch auch schauen wo die Top-Talente in Informatik, Mathe und Chemie sind.

00:21:33: Die finden wir und die laden wir ein ein vierjähriges Programm hier bei uns zu machen.

00:21:37: in einer Spezialklasse heißt das dann im Jaguar?

00:21:40: Also wir nehmen achtzehn Kinderprojekte auf in dieses Plus-Mind-Programm zur zehnen Klasse und dann machen wir vier Jahre mit ihnen ein Programm, das weit jenseits dessen ist was sie sich in ihrer Fantasie an einem deutschen Durchschnittskimnasium heute vorstellen können.

00:21:51: Aufgenommen wird man in dieses Programm unabhängig vom Geldbeutel der Eltern?

00:21:55: Das Schöne ist, der Zugang zu diesem Programm plus Mind ist unabhängig von einer sozialen Herkunft der Familie weil wir so ein einzigartiger Ausbildungsgang sind dass das förderfähig ist gemäß Schülerbafög.

00:22:07: Das heißt, wenn wir also Schüler haben, die in diesem Programm bundesweites Außerverfahren aufgenommen werden.

00:22:11: dann können sie da für Schülerbarfühlenmittel beantragen und damit ist das unabhängig vom Einkommen der Familie.

00:22:17: Was ja wichtig ist was uns wäre es irgendwie nicht möglich.

00:22:20: Und das gilt übrigens auch für die anderen Plus-Programme in Luisen Lund.

00:22:24: Neben plus Mint wird es nämlich noch zwei weitere Programme für Top Talente geben.

00:22:29: Die heißen plus Kultur und plus Segel.

00:22:33: Es gibt aber eine zweite große Gruppe von Herausforderungen, das sind die der Technik sich entziehen.

00:22:39: Zu meinem persönlichen Leidwesen, aber kein nichts machen, da sind auch mal in die gesellschaftlichen

00:22:43: Fragestellung."

00:22:44: Sagt Naturwissenschaftler Peter Rösner Und

00:22:47: ich würde mir wünschen dass es Menschen gibt, die von ihrer eigenen Integrität her, von ihrer Glaubwürdigkeit, von auch ihrer vielleicht so Weisheit diese zu haben Dass es Menschen gibts die Vordenker sind für unsere Gesellschaften diesen Fragen

00:23:04: Zu.

00:23:05: einem dieser Vordenker wird man vielleicht also dank des Plus-Kulturprogramms, das es ab dem nächsten Schuljahr gibt.

00:23:11: Von Rhetorikkursen über Debattierangebote bis hin zu Essilwerkstätten erlernen die Dichter und Denker von morgen hier ihr Handwerk oder vertiefen ihr Wissen – ein Netzwerk aus NGOs, Medien oder Theatern gibt's oben drauf!

00:23:29: Das dritte Plus neben Mint & Kultur wird in Lund segeln heißen.

00:23:33: Und dass es in Luisenlund plus Segeln geben wird, das ist kein großes Wunder.

00:23:38: Denn der Wassersport hat hier lange Tradition und ein eigener Segelhafen am Ufer-der-Schlei gehört zum Campus mit dazu.

00:23:47: Gezeigt bekomme ich den von Segelkoordinatorin Anna...

00:23:50: Ich bin Anna Schweizer, ich bin Lehrerin in Luiesenlund und seit fünf halb Jahren koordiniere ich auch das Segeln gemeinsam mit meinem Mann hier

00:23:57: zusammen mit Schüler und Segelprofi Korbinian – auch genannt Corbi.

00:24:08: Das ist

00:24:09: das Brückenhaus,

00:24:11: da kann man dann so Theoriebesprechungen machen und hinten sind die Ungleien drin.

00:24:15: Dann geht es vor dem Steg, da liegt auch der El Quotan, das ist unser Forschungsschiff.

00:24:20: Und im Sommer liegt noch die J-Sitzig und den ganzen Quotas.

00:24:27: Das ist ein anderes Segelschiff?

00:24:28: Das ist kein Kielboot, der ansportlich ist!

00:24:30: Mit etwas größeren Booten unternehmen die Lunderseglarinnen regelmäßig mehrtägige Touren.

00:24:36: Wir

00:24:36: fahren damit drei bis viermal im Jahr auf Tour, auf der Schlei.

00:24:40: Auf der Ostsee bis nach Dänemark zum Teil.

00:24:43: Es gab auch schon mal Jahre in denen wir in Schweden waren mit denen wo man dann wirklich auf diesen relativ offenen Booten übernachtet.

00:24:51: Cool!

00:24:52: Also es ist echt sehr bodenständig dann alles.

00:24:56: Wir haben da nicht viel.

00:24:57: Es gibt tagsüber natürlich keine Toilette auf den Booten wenn wir auf Tour sind sondern man muss andere Lösungen finden Und man schläft nachts auf dem Boot, wo man tagsüber gesegelt ist mit einer Plane drüber.

00:25:07: Schüler Corby hat noch keine Tour mitgemacht – er isst erst seit Kurzem in Lusenlund.

00:25:12: Ich bin vierzehn Jahre alt und gehe in die neute Ergangsschufe.

00:25:16: Auf Segelbooten unterwegs ist er aber schon eine ganze Weile!

00:25:20: Er kommt nämlich aus einer Segelfamilie.

00:25:22: Schon seine Großeltern waren begeisterte Segelsportler.

00:25:26: Er selbst iß sogar amtierender bayerischer Meister im Optimisten segeln.

00:25:31: Das sind kleine, leichte Boote für Kinder und Jugendliche.

00:25:35: Zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern ist Corby vom Chiemsee in Bayern nach Schleswig-Holstein gezogen.

00:25:41: Die Möglichkeiten für Wassersportbegeisterte in Lund seien nämlich super, sagt der

00:25:45: Schüler."

00:26:01: Hat man ja auch die Möglichkeit, einfach mal so was dazu zu gehen.

00:26:03: Das geht ja woanders eigentlich fast gar

00:26:05: nicht.".

00:26:05: Lehrerin Anna hat in einer Schul AG mit dem Segeln angefangen.

00:26:09: Später hat sie als Jugendwartin im Segelverein unterstützt, war als Trainerin und im Vorstand des Seglerverband Schleswig-Holstein aktiv.

00:26:18: Ob man nun als Anfänger oder Segelexpertin nach Lund kommt – das spielt keine Rolle!

00:26:23: Aber….

00:26:24: Im Laufe ihrer Schulzeit müssen alle einmal die Segel hissen.

00:26:27: Das gibt die Lunder Tradition so vor...

00:26:30: Also die Tradition in Luisenlund beruht vor allem darauf, dass wir auch eine Quartan-Schule sind und in unserer Satzung auch festgelegt ist das jeder Luisenlander Schüler irgendwann im Laufe seiner Schul- und Internatszeit hier mal aufs Wasser gehen soll.

00:26:44: Das wurde in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer mal anders umgesetzt.

00:26:48: Momentan ist es so, dass Wir in der achten bis zehnten Klasse Verpflichtung für jeden Schüler ein Jahr segeln haben.

00:26:56: Außerdem gibt es ein außerschulisches Angebot in Form einer Gilde.

00:27:00: Also wir können vom absoluten Anfänger das abdecken über Leute, die wirklich schon viel Erfahrung mitbringen und sagen ich möchte besser werden, ich möchte auf Regatten fahren, Wettkämpfe gewinnen vielleicht auch am Ende usw.

00:27:13: Einmal im Jahr segeln die Lunder zum Beispiel bei der Kieler Woche – die größte Segelsportveranstaltung.

00:27:19: Und dann gibt es einen leistungsorientierteren Bereich, den wir jetzt noch größer machen wollen.

00:27:25: Wofür wir auch unser neues Förderprogramm plus Segeln eingeführt haben?

00:27:29: Ab Klasse elf kann man außerdem ein Sportprofil mit dem Schwerpunkt Siegeln wählen.

00:27:33: die Seglerinnen und Segler können dann ihr Abitur im Fach segeln ablegen und ich bin mir ziemlich sicher einer von ihnen wird Corby sein.

00:27:42: Ich finde Segeln schon cool

00:27:43: dass

00:27:44: man halt nicht nur einfach wie zum Beispiel in anderen Sportarten das man nicht einfach nur zum Beispiel ein Ball über das Netz schießt oder im Fußball, sondern im Segeln muss man halt viel nachdenken und es ändern sich ja auch die Bedingungen.

00:27:57: Also man ist auch von der Natur abhängig und deshalb ist es schon cool dass man immer viel... also man kann immer viel rausholen, auch wenn's eigentlich schon verloren ist.

00:28:06: Zum Beispiel in jetzt einem Rennen kann man ziemlich viel aufholen weil wenn halt er dann von einer anderen Richtung kommt

00:28:12: um an das Lied

00:28:13: hat man natürlich schon einen großen Vorteil.

00:28:15: Und dabei ist Segeln ja nicht nur segeln, findet Lehrerin Anna.

00:28:18: Auch mal mich selbst kritisch zur Hinterfragen aber eben auch ganz klar zu üben was kann ich eigentlich wirklich gut?

00:28:24: Und das zu benennen, weil ich glaube es ist in der heutigen Gesellschaft durchaus schwieriger geworden.

00:28:28: Dass man auch einfach sagen kann dass und das kann nicht und vielleicht noch nicht.

00:28:31: Genauso überträgt sich das dann eben auf unser außerschulisches Angebot wo das Segeln ja auch dazu gehört, dass man ganz viel Persönlichkeitsentwicklung und Bildung im Zentrum stehen hat dadurch wir viel enger dran sind, dass wir viel enger betreuen können.

00:28:47: Ein Campus viele Chancen Das steht prominent auf der Website der Internatsschule.

00:28:51: Dass das so ist, zeigt das große Angebot an außerschulischen Aktivitäten, Programmen und Spezialisierungen.

00:28:58: Die wären der Gymnasialzeit gewählt und ausprobiert werden können.

00:29:05: Eine nächste schaue ich mir jetzt an!

00:29:07: Ich verlasse den Bootssteg Anna & Corby... ...und tausche ihn ein gegen einen Acker.

00:29:14: Hi, ich bin Anna.

00:29:18: Freut mich.

00:29:22: Denn – ich habe es vorhin schon kurz erwähnt In Lund kann man ein berufliches Gymnasium mit Schwerpunkt Agrarwirtschaft, den Agrarkampus besuchen.

00:29:32: Dazu gehören natürlich theoretische Inhalte aber auch ganz praktische Erfahrungen und die werden auf dem nahegelegenen Gut Dampf gesammelt.

00:29:42: Mit einer Gruppe Schülerinnen und Schüler, Lehrerin Gesa von Gardo und dem Betriebsleiter von Gut Damp Thomas Büthe steh ich auf einem der Felder des Gutes.

00:29:53: Büte zeigt den Schülerinnen und Schülern heute ganz praktisch, was sie mit Lehrerin Gardo zuvor theoretisch erarbeitet haben.

00:30:00: Unser Plan

00:30:01: ist wir haben

00:30:02: im Herbst

00:30:04: Zuckerrüben geerntet auf dem Schlag direkt hier

00:30:06: vorne vom Hoch sozusagen nicht

00:30:08: so weit und direkt am selben Tag sind es Winterweizen in

00:30:13: den Boden gekommen.

00:30:14: und da haben wir halt einen Tag gemacht mit Zuckerrübemärnte und gleichzeitig die Drille besprechen.

00:30:19: wie funktioniert das alles?

00:30:21: Ich komm das sagt

00:30:22: gut in den Boden.

00:30:23: Und warum?

00:30:24: Wie ist das Saatbett,

00:30:25: wie sieht es aus und

00:30:26: wie tief muss das

00:30:27: abgelegt werden?

00:30:31: Als ihr bei uns wart, haben wir eine dünne Bedarfsermittlung

00:30:35: gemacht für Stickstoff.

00:30:39: Da haben wir etwas herausbekommen.

00:30:42: Was gibt uns die Dünge-Bedarfstermittlung noch nicht vor?

00:30:45: Was haben wir dafür

00:30:45: im Wert rausbekommen?

00:30:46: Nicht die absolute Zahl, sondern was bedeutet

00:30:49: dieser Wert?

00:30:54: Es geht um ... Blattöhrchen, um Winterweizen.

00:30:57: Die Düngebedarfsermittlung und die Düngung selbst, die nach dem kalten Winter nötig

00:31:02: ist.".

00:31:02: Um

00:31:16: sich ein Bild von der Situation zu machen fordert Bütte die Schülerinnen und Schüler auf, die jungen Pflanzen genau anzusehen.

00:31:22: zu Probezwecken auszugraben und mit größeren Pflanzen zu vergleichen, die er mitgebracht hat.

00:31:28: Möchten wir natürlich!

00:31:30: Okay der Hintergrund ist der... Wir wollen diesen Bestand wie jeden Pflanzenbestand den wir haben und diesen speziell jetzt wollen wir zur Ernte führen um einen maximalen Ertrag zu generieren Und das machen wir über unsere Düngung.

00:31:47: Wenn man wieder diesen Nehmen hier als Knäumar müssen wir das Damer fördern oder hier?

00:31:54: Genau.

00:31:55: Und das muss jetzt ziemlich fix gehen, also es muss schnell gehen und es muss auch massiv gehen.

00:32:01: Also wir haben ja nicht mehr viel Zeit weil der Tag wird länger und dann ist die Pflanze irgendwann raus aus der Bestockung so.

00:32:07: Feldbesuche wie heute sind für die Schülerinnen und Schüler des Agrarzweigs in Luisenlund keine Seltenheit.

00:32:14: alle zwei Wochen treffen sie Thomas Bütte vom Gut Damp.

00:32:18: Auf dem Gut ist Büte als Betriebsleiter etwa für die Planung der Landwirtschaft von der Ernte bis zur Aussaat zuständig, den Einsatz seiner Mitarbeitenden oder die Vermarktung der Erntem.

00:32:28: Je nach Thema auf dem Stundenplan der Schülerinnen und Schüler gewährt er Einblick in seine Arbeitspraxis.

00:32:37: Eine von diesen Schülerinnen ist Lale.

00:32:40: Weil ich mich generell schon so für die Natur interessiert habe

00:32:42: und von der Landwirtschaft

00:32:44: viel mitbekommen hab aber nicht so nah wie es gern hätte...

00:32:48: Und

00:32:48: das war die beste

00:32:49: Möglichkeit, zwar noch weiter Schule zu machen aber sich auch schon ein bisschen auf die Zukunft vorzubereiten.

00:32:54: Die Praxisstundenaufgutdamp hält sie für eine gute Ergänzung zum theoretischen Schulstoff Sie sagt?

00:33:00: Also meistens Spaß machten wir es immer wenn wir auf Betrieben sind oder draußen sind und dass halt

00:33:06: in echter Leben

00:33:07: und Themen die ich jetzt ganz cool fand.

00:33:09: ich finde Düngung richtig spannend auch weil man das

00:33:12: bei wie

00:33:12: das mit Chemie und Biologie ja kombinieren.

00:33:15: Und Schweinehaltung oder Generitierhaltung finde ich auch ziemlich spannend.

00:33:24: Mit von der Partie ist auch...

00:33:26: Ja, ich bin Gesa von Gardo und Agrarlehrkraft hier in Luisenlund.

00:33:32: Manchmal auf Gutdamp für den Agrarkampus

00:33:35: diese neue

00:33:36: Schulform die hier entstanden ist.

00:33:38: Wir setzen uns nach dem Ausflug aus Feld und nachdem die Düngemenge erfolgreich berechnet wurde gemeinsam an einen Tisch im Garten von Gutdampf.

00:33:47: Neben uns schicke Ferienwohnungen und der renovierte Stall, der heute als Restaurant dient.

00:33:52: Drumherum idyllische Natur!

00:33:55: Das Vorurteil besteht, dass Schülerinnen und Schüler aus der Landwirtschaft kommen müssen.

00:34:00: Oder man denkt, man muss vom Hof oder übernehmen.

00:34:03: Nee, dem ist ja gar nicht so.

00:34:05: Wir haben nur eine Schülerin in diesem ersten Jahrgang, die tatsächlich wirklich von einem Haupterwerbsbetrieb

00:34:12: kommt.".

00:34:12: Von Gado hat Agrarwissenschaften studiert und ihre Referendariat im Quereinstieg absolviert.

00:34:24: Zusammen mit ihr hat auch der neue agrarwissenschaftliche Zwei gestartet.

00:34:29: Den gibt es also noch gar nicht lang!

00:34:30: Die allgemeine Hochschulreife erlangen hier die Schülerinnen und Schüler, sie können alles studieren was Sie möchten mit diesem Abitur.

00:34:36: Das überhaupt gibt keine Einschränkung aber sie haben eben wie so ein Leistungskurs oder Profilfach haben sie eben Agrarwirtschaft als Fach.

00:34:47: Schülerin und Schüler haben ganz unterschiedliche Hintergründe und Vorwissen.

00:34:51: Was sie eint?

00:34:52: Ein Interesse an landwirtschaftlichen Themen, sagt Lehrerin von Gado.

00:34:57: Das sind nicht alles Hofnachfolger oder also es sind Jugendliche aus ganz normalen Familien die auch mit BAföG hier sind denn wir sind ja BAföGsförderfähig bis hundert Prozent.

00:35:11: Und nicht nur für die Gymnasiastinnen und Gymnasijasten ist dieser Austausch interessant.

00:35:17: Auch Betriebsleiter Thomas Bütte profitiert.

00:35:19: Diese Form

00:35:20: von Landwirtschaft, die wir betreiben ... Ich sag das auch immer bei den Vorstellungsgesprächen.

00:35:23: Wir machen hier einen kleinen Ausschnitt auf diesem Breitengrad und Längenrad genau an der Ostseeküste.

00:35:30: Und wir machen konventionellen Ackerbau.

00:35:32: Das ist was wir machen, was wir hoffentlich gut können.

00:35:36: Dennoch hab ich ein starkes Interesse, junge Menschen an die Landwirtschaft heranzuführen.

00:35:43: Aber es geht gar nicht so sehr darum, sie jetzt für eine Richtung der Landwirtschaft zu begeistern.

00:35:50: Es gibt bestimmte Grundlagen die die jungen Leute lernen müssen und mit denen sie umkönnen können.

00:35:57: Und da habe ich Spaß daran das zu

00:35:59: vermitteln.".

00:36:00: Was die Jungen Menschen von der gemeinsamen Zeit mitnehmen sollen, frage ich Thomas Büte.

00:36:08: eines Tages oder am Ende eine Ausbildung, oder am ende eines Schuljahres sagen können.

00:36:12: Oder wenn ich merke die können sich tatsächlich selbst... Die haben die Grundlagen sich selbst an Urteil zu bilden auch das was wir machen kritisch zu hinterfragen und auch substanziell kritisch zu hinter fragen.

00:36:24: also nicht irgendwie modern oder modisch sondern wirklich es geht schon sehr in die wissenschaftliche Richtung.

00:36:30: ja es sind keine Wissenschaftler so kein wissenschaftlicher Ausbildungsgang aber wenn sie Wenn Sie das können oder überhaupt den Ehrgeiz haben, das zu hinterfragen oder das auch so rational angehen zu können.

00:36:44: Dann haben wir richtig was erreicht und das ist unser

00:36:49: Anspruch.".

00:36:50: Und auch Lehrerin Quontgado wünscht sich kritisch denkende Absolventinnen und Absolventen.

00:36:55: Also eigentlich geht es in die Seilberichtung wie Herr Bülte, wie Thomas gesagt hat weil Ich finde, wir leben jetzt in einer Zeit, wo es wirklich wichtig ist den richtigen Weg einzuschlagen.

00:37:13: Ich möchte das mal so formulieren und wo vielleicht die humanen Kompetenzen oder menschlichen Kompetensen, die sozialen Kompletenzen, das kreative Denken alles ist so ein bisschen...

00:37:25: Wie sehr vertrauen

00:37:26: wir jetzt Technik, was nehmen wir noch selbst in die Hand?

00:37:29: Was ist uns wichtig und was sind unsere Werte.

00:37:31: Ich empfinde das gerade als eine sehr spannende aber auch aufreibende Zeit

00:37:38: wo

00:37:39: viel passiert.

00:37:42: Deswegen finde ich das auch so.

00:37:44: Wir müssen darauf vorbereiten, auf die Zukunft vorbereitet zu sein und die Dinge kritisch zu reflektieren und auch nicht den Kopf in den Sand zu stecken und weiter nach vorne zu schauen – also ein Growth Mindset zu haben und das Leben anzunehmen und auch die Herausforderungen.

00:38:04: Und ich glaube da sitzen einige, die haben Lust drauf und das freut mich sehr.

00:38:09: Das macht Spaß!

00:38:12: Die Frage nach der Zukunft.

00:38:14: Nach dem, was man als Schülerinnen und Schüler aus Luisenlund – aus zwölf Jahren Schule- und vier Jahre Internat mitnimmt – stellt sich natürlich nicht nur für die Agrarwissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

00:38:25: Sondern für alle!

00:38:27: Und was er sich für die Gemeinschaft an Lunderinnen und London wünscht?

00:38:30: Das habe ich für den Abschluss dieser Folge auch Schulleiter Rösner gefragt.

00:38:38: die sollen vor allem gelernt haben, zuversichtlich zu sein.

00:38:45: Die sollen gelernt haben wenn ich mir etwas zutraue und ich mir gute Ziele setze und nicht dranbleibe dann kann ich selber was schaffen.

00:38:52: also diese positive Erfahrung Ich Kann Etwas!

00:38:55: Das ist jetzt vielleicht für jeden Schüler ein bisschen unterschiedlich.

00:38:58: Eine mag das die Informatik sein Für den nächsten ist es vielleicht der Bereich Geografie, für den dritten ist es Kunst oder Musik.

00:39:04: Aber zu wissen, wofür ich selber stehe, wo meine eigene Leidenschaft ist, hätte unser pädagogischer Urvater Quothan gesagt.

00:39:09: Findet eine eigene Leiderschaft!

00:39:12: Ein zweiter Wunsch ist die Fähigkeit Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst und für andere.

00:39:18: Aber dann fällt Herrn Rösner noch was viel Grundlegenderes ein….

00:39:24: Naja dass Sie glücklich sind?

00:39:26: Ich wünsche unseren Schülern eigentlich dass sie an diese Zeit in Lusund, die ja im Internat eine sehr prägende Zeit ist.

00:39:33: Mit vierzehn, fünfzehn und sechzehn passiert viel im Leben der erste Kuss hinter dem Baum das zweite Mal unerlaubt Alkohol trinken mit einem Kumpel ein Bier am Abend und nicht erwischt zu werden dabei.

00:39:45: Das sind ja prägende Gemeinschaftserfahrungen, die man macht, die unglaublich zusammenschweißen Den Blick zurück auf diese prägende Phase im Leben, dieses Erwachsenenwerden dieser Pubertät der Adoleszenz den positiv gestaltet zu haben.

00:40:04: Und aus dieser Erfahrung ich kann mein Leben gestalten eben auch so eine gewisse Lebenstüchtigkeit und ein Lebensoptimismus eine Zuversicht mitzubringen in das was vielleicht danach kommt und sich anzuschauen.

00:40:14: was habe ich eigentlich alles geschafft in diesem Internat wo ich ja auch alleine war ohne Eltern war?

00:40:18: Ich habe es aber geschafft, mir neue Freunde zu erschließen.

00:40:20: Ich habe das geschafft mit erwachsenen Kompromisse zu schliessen.

00:40:23: Ich hab's geschafft auch die Anforderungen aus Schule vielleicht irgendwie zu bewältigen.

00:40:28: Mit dieser Erfahrung ins Leben zu gehen und dann gestärkt zu sein und sagen ich mach da was draus!

00:40:33: Das wünsche ich

00:40:33: meinen Schülern.

00:40:41: Und mit so viel guten Wünschen entlasse ich auch Sie.

00:40:44: Danke fürs Zuhören bei dieser Folge von Zeit für Internate.

00:40:47: Wenn Sie noch mehr über Luisen Lund erfahren möchten, dann schauen sie in die Show-Nords.

00:40:52: Zeit für Internate wird produziert von Studio ZX in Auftrag von Zeit Advice.

00:40:57: Diese Folge entstand in Zusammenarbeit mit dem Internatsgymnasium Luisen Lund, ich sage tschüss und bis bald!

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