Internatsgymnasium Collegium Augustinianum Gaesdonck

Shownotes

Der Dreiklang aus Kopf, Herz und Charakter prägt das Leben und Lernen auf der Gaesdonck – dem Bischöflichen Internatsgymnasium „Collegium Augustinianum Gaesdonck“ am Niederrhein. Die Schülerinnen und Schüler gehen hier individuelle Lernwege, besuchen „Advanced Classes“, engagieren sich in einer von mehr als 30 angebotenen Aktivitäten oder verbringen Zeit mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern in den harry-potter-artigen Internatshäusern, die über den traditionsreichen und weitläufigen Campus verteilt sind. In dieser Folge von ZEIT für Internate erhalten Sie einen Einblick in den Alltag auf der Gaesdonck – und erfahren, was ein Tag dort bereithält.

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00:00:05: Der fünfundzwanzigste März ist ein regnerischer Tag, zumindest am Niederrhein.

00:00:12: Meinem heutigen Besuch auf dem Campus des Internatsgymnasiums Gastonk tut das keinen Abbruch und mir wird schon bei der Ankunft von Direktor Markus Oberdörster im Nieselregen versichert.

00:00:24: An sonnigen Tagen ist dieser Campus mega!

00:00:27: Aber auch an weniger schönen Tagen hat die Gastonck einiges zu bieten – was genau?

00:00:32: Darum geht es in dieser Folge von Zeit für Internate.

00:01:17: All diese Kinder und Jugendliche teilen sich mehrere alte und neue Gebäude und den weitläufigen Campus.

00:01:23: Über den führt mich Direktor Markus Oberdörster zu Beginn unseres gemeinsamen Tages.

00:01:29: Sie sind hier mitten im Grünen, sie haben große freie Flächen und das geht unseren Schülern wie wir uns Erwachsenen auch.

00:01:36: also so bald da draußen Sonnenstrahlen sind füllt sich dieser Campus mit Leben.

00:01:41: Wir haben ganz, ganz viele variable Sitzmöglichkeiten, die dann zusammengetragen werden.

00:01:46: Und auch Unterricht findet dann so fort.

00:01:51: Sobald der erste Sonnenstrahl da ist, gehen die ersten Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schülern nach draußen.

00:01:58: Das ist ein sehr buntes und fröhliches ... Ich darf sagen fast idyllisches Bild, wenn Sie hier über den Campus laufen.

00:02:09: Also ist es wirklich im besten Sinne schön!

00:02:14: Geprägt ist der Campus einerseits von alten Gebäuden wie der mittelalterlichen Klosterbibliothek.

00:02:19: Wir

00:02:20: stehen hier im Prinzip auf dem Boden eines Augustiner Chorherrenklosters aus dem frühen fünften Jahrhundert.

00:02:27: Wir haben eigentlich gar keine direkte Verbindung zu dieser Klostergeschichte.

00:02:30: Dieses Klosterbestand bis bis in den letzten Jahren wurde dann aufgelöst und vierzig Jahre später wurde dann eben auf diesem Gelände das Kollege um Augustinianum Gastung, also als Stiftung dieses Internatsgymnasium gegründet in der Initiative auch des Bistums oder des Bischofs von Münster.

00:02:53: Gleichzeitig ist man umgeben von modernen Unterrichtsgebäuden Und wie sagt man so schön, die Mischung macht's!

00:03:10: Auch Kunst und Kultur spielen auf der Gaston eine große Rolle.

00:03:15: Das werden wir in dieser Folge noch an einigen Stellen erfahren.

00:03:18: Beim Spazieren durch das Unterrichtsgebäude zeigt mir Direktor Oberdörster den schuleigenden Konzertsaal.

00:03:25: Wir betreten ihn über ein vorgelagertes Klassenzimmer, in dem Musik unterrichtet wird.

00:03:31: Ich bin super dankbar, dass in den Sechzigerjahren meine Vorgänger mal den Mut hatten.

00:03:37: Die Hälfte des umbauten Raums der Gastung

00:03:40: ist Kunst,

00:03:42: Kultur, Musik, Theater ... Das ist auch akustisch der beste Konzertzahl im Kreis Kleve.

00:03:51: Ich kann den komplett aufmachen, ich habe ein Orchestergraben hier drunter.

00:03:54: Also ich hab eine echte Bühnentechnik

00:03:56: hier.".

00:03:57: Und apropos Technik?

00:03:58: – Das

00:03:58: Zentrale zeigt sich ein bisschen hier vorne.

00:04:01: Sie haben es gleich gesehen.

00:04:01: natürlich also alle unsere Klassenräume sind

00:04:04: voll digital!

00:04:06: Bei bis zu einen Tausend vierhundert Geräten die sich um die Mittagszeit im Netz befinden.

00:04:11: gar keine so triviale Sache, berichtet Oberdörster.

00:04:14: Wir besichtigen gemeinsam die Klassenzimmer und Labore, in denen einige Schülerinnen und Schüler heute spannende Experimente vorbereiten.

00:04:22: Und zwar für neugierige Grundschülerinnen und Schülern, die heute auf der Gastung zu Gast sind.

00:04:28: Also wir sehen gerade was Naturwissenschaften angeht – ich glaube wir dürfen schon sagen, wir sind im Standertechnik.

00:04:35: Wir haben echt gut ausgestandete Laborräume, die wir auch wirklich beihalten.

00:04:39: Wir laufen weiter zum historischen Teil der Gastung.

00:04:43: Wir laufen tatsächlich einmal zum Schiff von

00:04:47: der neuen

00:04:48: Gastung in die alte Gastung und betreten die Stiftskirche.

00:04:54: Unsere Schüler, auch nicht alle mehr katholisch oder so ganz normales Abbild der Gesellschaft.

00:05:01: Aber ich habe vorhin mal gesagt solang es authentisch ist ja das ist auch gut Und der Raum ist auch in seiner architektonischen Qualität authentisch.

00:05:13: Der ist schon die Mitte des Lebens

00:05:16: gekommen.

00:05:18: Zu den Abi-Prüfungen

00:05:20: z.B.,

00:05:21: erzählt Oberdörster, würden hier gerne Kerzen angezündet?

00:05:24: Es leben hat eine Qualität, die nicht nur Mathe und Leben oder Facebook oder sonst weh ist ... Ja natürlich ist archaisches Alt so.

00:05:36: Aber das was ja passiert

00:05:37: Es ist oft

00:05:38: sehr authentisch und zeitgemäß.

00:05:40: Und in unserem Rundgang markiert die Stiftskirche quasi den Übergang vom Externat zum Internat.

00:05:47: Jetzt hast du eigentlich so diesen Schiff, der durch diese Tür geht und bist irgendwie in dieser Reporterwelt.

00:06:02: Einer, die voll ist mit Geschichte!

00:06:04: Der Kreuzgang, in dem wir uns befinden ist behängt mit Bildern die Historie der Gastonk zeigen.

00:06:10: Wir

00:06:10: sagen immer die zwei wichtigen Daten hier sind vierzehnundundsechs das ist also Gründung des Lusters und achtzehntundundundvierzig.

00:06:17: Bunte Kirchenfenster säumen den Gang genauso wie farbige Kacheln, die den Namen eines jeden einzelnen Abiturienten und jeder Abiturientin zeigen, die hier ihren Abschluss gemacht hat.

00:06:31: Also

00:06:31: von diesem

00:06:32: alten Kreuzgang aus

00:06:34: Gehen jetzt die ganzen Internatshäuser weg.

00:06:36: Jede Internatlerin und jeder Internatler wohnt also in einem der Häuser, übrigens in Einzelzimmern – mindestens mit einem eigenen Waschbecken.

00:06:45: Zusammen genutzt werden die Gemeinschaftspäder, außerdem die häuseigenen Aufenthaltsräume und Küchen, die je nach Gusto der Bewohnerinnen und Bewohner dekoriert und ausgestattet sind.

00:07:08: In einem dieser Häuser wohnt bald Abiturientin Luisa.

00:07:12: Nach dem Rundgang mit Direktor Oberdürster darf ich ihr ein paar Fragen stellen, denn Direktor treffe ich später noch mal.

00:07:26: Ich bin neunzehn Jahre alt und gehe jetzt hier auf der Gastong in die Q-Zwei.

00:07:30: Und werde jetzt mein Abitur machen, in den kommenden Monaten.

00:07:35: Ich bin auch intern also komplett intern.

00:07:38: ich wohne jede Woche im Internat und dort bin ich im Haus Aquila.

00:07:44: das ist das zweite Oberstufenhaus der Mädchen.

00:07:47: Luisa steht kurz vor ihrem Abschluss.

00:07:49: Sie ist im Jahr- und Jahrzehnte auf die Gaston gewechselt, weil sie nach ihrem Abschluss in Berlin auf der staatlichen Ballettschule unbedingt auf ein weiteres Internat wollte.

00:07:59: Um ihr Abitur zu machen!

00:08:01: Auf der Gaston hat sie direkt Fuß gefasst.

00:08:03: Also zum einen habe ich mich am Anfang direkt in den Campus verliebt.

00:08:07: Der war so groß und so schön.

00:08:10: Etwas was ich von meiner vorherigen Schule nicht kannte.

00:08:13: Und... Ich bin ein großer Harry Potter Fan, das muss man sagen.

00:08:17: Deswegen hat mich ... Der Kampf ist auch daran erinnert.

00:08:20: Langweilig sagt sie, wurde ihr hier bisher nie und auch wenn der Wechsel vom turbulenten Berlin ins Grüne an den Niederrhein ein großer ist, fremd habe sie sich nie gefühlt.

00:08:31: Luisa erzählt dass sie schnell aufgenommen und beim Einleben unterstützt wurde.

00:08:36: Was ich schätze ist das man seine Freunde direkt nehmen hat.

00:08:41: Ich muss nicht erst mich verabreden, dann treffe ich raus.

00:08:43: Wo treffen wir uns?

00:08:44: Welche Uhrzeit?

00:08:45: Wann muss ich zurück sein?

00:08:46: Nee, ich kann einfach im Zimmer weitergehen, anklopfen und dann hab' ich halt meine Freunde da.

00:08:51: Und wir können was unternehmen.

00:08:53: Wir können schwimmen gehen Wir können klettern Wir können in die Halle einfach so gehen Ja spazieren Es gibt super viele Möglichkeiten

00:09:01: Und die nutzt sie.

00:09:06: Luisa ist eine der Leiterinnen der Pfadfinder.

00:09:09: Montags hat sie Big Band-Probe und sie hat zudem noch eine Tanz AG ins Leben gerufen.

00:09:14: Nach ihrer Tanzausbildung fragte sie sich an der Gaston, wie sie sich einbringen kann.

00:09:20: Tanzen lag natürlich auf der Hand!

00:09:22: Die Schulleitung und verantwortliche Lehrkräfte waren von der Idee, eine Tanz-AG zu gründen – begeistert, berichtet Luisa.

00:09:29: Seitdem wird getanzt.

00:09:30: Und zwar ...

00:09:32: Wir machen alles.

00:09:32: Wir haben klassische Einheiten gehabt, wir haben modernen Contemporary aber auch Kpop, Hip-Hop, Street Dance ... Alles was uns anspricht, was cool ist.

00:09:42: und man sagt ja da hätte ich voll Bock drauf.

00:09:45: Die können mir auch Tänze schicken die sie gesehen haben dann machen wir die halt.

00:09:49: Aber nicht nur die Aspekte neben dem Unterricht hätten sie weitergebracht.

00:09:53: An einen Teil ihres Lehrplans denkt sie besonders zurück.

00:09:58: Was hier an der Gastank auch besonders ist, wo ich sehr froh drüber war waren die Advanced-Klasses.

00:10:04: Ich habe hier die Business Economics-Klasse gehabt und das war ein super Erlebnis.

00:10:12: Luisa habe dabei einen Einblick in die Wirtschaftspraxis bekommen.

00:10:16: Egal ob es Rechnungswesen, Wirtschaftsenglisch, Wirtschaftsmatte, Unternehmensplanung ... Ein bisschen was von BWL aber ja einfach generell von sehr, sehr vielen Sachen Einblick bekommen und das ist ziemlich cool.

00:10:31: Weil das bestätigt einen vielleicht noch mal in der Wahl wenn man schon weiß was man machen

00:10:34: möchte.".

00:10:35: Denn von ihrer Zukunft hat Luisa schon einen ungefähren Plan.

00:10:42: Sie möchte an einer Fern-Uni Wirtschaft studieren und nebenher in unterschiedlichen Zirkussen auftreten – mit ihnen um die Welt reisen!

00:10:54: Neben der Advanced Class Business Economics gibt es auf der Gastung übrigens zwei weitere.

00:11:00: Thorsten Katelans kann mir erklären, welche das sind und was dahintersteckt.

00:11:06: Denn Katelanz ist ... Oberstufenkoordinator

00:11:09: hier und somit für alles verantwortlich, was in der gymnasialen Oberstufe so abläuft.

00:11:14: Außerdem leite ich noch die Advanced-Class Medical Science Und als normaler Lehrer bin ich hier für Mathematik und Physik.

00:11:24: Ich sitze mit Katelands im Untergeschoss Mit grün gepolsterten Sitzecken Schallschutz und Pflanzen.

00:11:31: Während unseres Gesprächs kommen immer wieder Schülerinnen und Schülereien, die hier während ihrer Freistunden verweilen.

00:11:59: Kunst geht um Design, um Architektur.

00:12:02: Um Kunstgeschichte.

00:12:04: belegen die in der Regel gerne diese Advanced Class Arts and

00:12:07: Design.".

00:12:08: Und eine der Absolventinnen dieser Advanced Class Art & Design hat den Kellerraum umgestaltet!

00:12:14: Der Förderverein und Freundeskreis hat die finanziellen Mittel zugesteuert, den Entwurf in die Realität umzusetzen.

00:12:21: Gemütlich sitzen erklärt Mercatelans was ihn antrieb, die Advanced Class Medical Science aufzubauen.

00:12:28: Ich habe von Anfang an den Anspruch, dass man über den normalen Lehrerberuf hinaus etwas Neues entwickelt.

00:12:35: Das steckt bei mir mit

00:12:38: drin.".

00:12:39: Mit ihrem Bildungsangebot in Form der Advanced Classes wollen die Lehrpersonen des Gastonks das Angebot regularer staatlicher Schulen ergänzen.

00:12:48: Die Gastonk ist ja schließlich Ersatzschule – also eine private Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft!

00:12:54: Nachdem die Angebote Business Economics und Arzt in Design geschaffen waren, setzten sich Kattelands und Kollegen zusammen.

00:13:01: Um die Lehre um einen weiteren Bereich zu ergänzen.

00:13:04: Und dann sind wir eben auf die Idee gekommen mit dem medizinischen Bereich, weil das ganz gut passt.

00:13:09: Im Rahmen der Advanced Class Medical Science werden in der Regel unterschiedliche fiktive medizinische Fälle behandelt – gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten.

00:13:18: Dabei werden Anamnesegespräche geführt und konkrete Untersuchungen gemacht.

00:13:23: Daneben gibt es Zeit, sich mit Hintergrundinfos zu den jeweiligen Krankheiten und Verletzungen zu befassen.

00:13:29: Wie Schmerzmittel funktioniert zum Beispiel?

00:13:31: Nach vierzehn Tagen präsentieren die Schülerinnen und Schüler der Ärztin oder dem Arzt was sie herausgefunden haben – der Fall wird aufgelöst bevor der nächste kommt.

00:13:40: Pro Halbjahr geht das so fünfmal!

00:13:42: Auch da ist das Niveau im Prinzip wie in einem Pro-Seminarkurs, also es sind nicht mehr Schule aber noch nicht ganz Universität.

00:13:49: Aber schon ein deutlicher Speedup was die Wissensvermittlung angeht

00:13:53: und auch ganz praktisch arbeiten die Schülerinnen und Schüler.

00:13:57: Das haben wir dann auch mit dabei dass sie zum Beispiel nach Kevela ins Krankenhaus gehen und im OP tatsächlich einen chirurgischen Nähekurs durchführen.

00:14:05: Das machen wir dann auch entsprechend so, wie das an den Universitäten gemacht wird.

00:14:08: Das erste Mal nähen ist der Klassiker Bananeschälen aufessen und die Banane wieder zunähen.

00:14:14: Und das machen wir da unter möglichst sterilem Bedingungen...

00:14:18: ...und das erlernte Wissen wird am Ende eines jeden Semesters geprüft!

00:14:22: In Medical Science endet jedes Semester ganz klassisch mit einer Prüfung.

00:14:26: Also, um da auch auf das Medizinstudium vorzubereiten.

00:14:29: In der Regel Meitlpelscheus und in der Regel mehr Fragen als man in der Zeit beantworten kann.

00:14:34: Das ist nämlich bei den Medizinern dann eben so ... Die

00:14:36: Stundenpläne der angehenden Medizinerinnen sind an die Teilnahme an den Advanced Classes angepasst.

00:14:44: Denn die Stundenplähne sind ohnehin individuell gestaltbar!

00:14:48: Kattelands sagt...

00:14:50: Und wir legen da besonders großen Wert darauf, dass wir uns das noch mal ganz individuell anschauen.

00:14:54: So dass die Schüler eben einen Weg zum Abitur haben aber in diesem Weg noch viele Abzweigungen wo sie nochmal was abändern können damit sie eben möglichst nach ihren eigenen Begabungen da die Kurse auswählen

00:15:12: Diese Begarbungen zu erkennen.

00:15:14: dabei hilft ihnen unter anderem mein nächster Gesprächspartner um ihn zu treffen.

00:15:20: dafür darf ich sogar ins Lehrerzimmer.

00:15:22: Ein echter Blick hinter die Kulissen also.

00:15:25: Dominic Behet heißt der Mann, der mir Zutritt gewährt.

00:15:28: Mein Name ist Dominik Behett und ich bin Lehrer für Spanisch und Geschichte.

00:15:33: Gleichzeitig bin ich noch Stufenleiter zusammen mit meiner Kollegin Monique Heiß drüber in der zukünftigen Einführungsphase.

00:15:40: Da freue ich mich total drauf weil die Beratungsgespräche machen total Spaß!

00:15:44: Behett ist selbst auf der Gastonk zur Schule gegangen hat dann Lehramt studiert uns sein Referendariat hier gemacht Und sein Job umfasst neben Spanisch und Geschichte auch Folgendes.

00:15:59: Die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der Gaston wechseln nach der zehnten Klasse in die gymnasiale Oberstufe.

00:16:05: Vorher werden Beratungsgespräche geführt, für die in der Oberstube bevorstehende individuelle Laufbahn heißt, jede Schülerin und jeder Schüler wählt Fächer, um ihren und seinen persönlichen Lernweg zu gestalten – entlang der Vorgaben des Landes natürlich!

00:16:22: gibt es schon einen Berufswunsch, besondere Talente vielleicht.

00:16:26: Was bringt der Schülerinnen oder dem Schüler den größten Spaß?

00:16:29: Beim Antworten finden Unterstützen Beheldt und seine Kollegin.

00:16:34: Weil jetzt kommt das Thema... Da sind natürlich ein paar dabei die schon eine Idee haben in welche berufliche Richtung das vielleicht mal gehen könnte.

00:16:41: da sind aber ganz viele die's auch noch nicht wissen sich dann aber damit auseinandersetzen was sind meine eigentlich meine Talente?

00:16:48: Und diese Talente auch so herauszukitzeln, herauszufinden.

00:16:52: Das ist auch unsere Aufgabe hier als Beratungslehrer dann in der gymnasialen Oberstufe und das kann sich auch manchmal komplett drehen.

00:17:02: aber auch dafür ist es ja wichtig.

00:17:04: wir wollen ja dass die Nachher für sich selber an den individuell besten Weg gehen wo die nachher auch Spaß im Leben haben diesen Beruf diesen Job dieser Aufgabe auch in der Gesellschaft vielleicht auszufüllen.

00:17:17: Individuelle Förderung spiele insgesamt eine große Rolle auf der Gastonk.

00:17:22: Aber was heißt das konkret?

00:17:24: Da gibt es eine ganze Palette an Beispielen, sowohl in Kooperation mit Oberstufenschülern, aber eben auch über die Fachkollegen selbst... Wenn wir das jetzt mal ein bisschen sortieren, haben wir natürlich einmal unser Programm Schüler helfen.

00:17:42: Das ist nicht einfach nur eine Nachhilfe die Schüler geben sondern das wird auch gleichzeitig immer durch einen Fachkollegen betreut und da eben auch durch Frau Heiß drübers, die dann das mit im Blick hat.

00:17:56: In der Studierzeit stehen Schülerinnen oder Lehrkräfte bereit, die individuell fördern können.

00:18:03: Außerdem gibt es Modulkurse, die man vierteljährlich wählt Eine Art Vertiefung, zum Beispiel im Bereich Mathe oder Englisch.

00:18:10: Entweder wenn man Nachholbedarf hat oder um sich zusätzlich zu fördern.

00:18:16: Außerdem gibt es ein großes Campusangebot – das kann man sich wie AGs vorstellen die nach dem Unterricht und außerhalb der Studierzeit stattfinden.

00:18:26: Über dreißig solcher AGs gibt's!

00:18:28: Zum Beispiel sportliche Aktivitäten in der Reit- oder Schwimmhalle, auf dem Sportplatz.

00:18:33: In der kampusseigenen Musikschule, der Robotik AG und griechisch lernen kann man auch.

00:18:42: Ein Highlight für viele Schülerinnen und Schüler trägt den Namen Randa.

00:18:46: Randa ist ein Ort in den Schweizer Bergen.

00:18:49: Und genau in denen können Schülerinnen ab der siebten Klasse mit etwas Losglück Urlaub machen – zwei Wochen in den Ferien in einer einfachen Bergküte!

00:19:01: schaffen wir dann die Möglichkeit, dass möglichst viele Schüler in ihrer Schulzeit in den Genuss kommen.

00:19:05: Auch dort in diesem wirklich traumhaften Skigebiet.

00:19:09: Man kennt ja das Matterhorn vielleicht früher von der Verpackung einer Schokolade und da ist es ein

00:19:15: Traumgebiet.".

00:19:16: Das Angebot gibt es einmal im Winter und einmal im Sommer.

00:19:20: Also wir sprechen nicht von einem Hotel sondern wirklich von einer Berghütte.

00:19:23: Wir haben da schon fließend Wasser und auch Strom.

00:19:26: Empfang ist vorhanden, aber es ist schon, dass das quasi eine Selbstvorsorgehütte ist.

00:19:32: Das macht eben auch die Besonderheit

00:19:34: aus.".

00:19:34: Die Besonderkeit der Gastonk – die ist für B-Hit genau diese Vielfalt an Möglichkeiten in und außerhalb des Unterrichts.

00:19:47: Zwei, die sie heute und in den kommenden Jahren voll ausnutzen können sind die Schülerinnen Linne und Helene.

00:19:57: Nach dem Mittagessen setzen wir uns zusammen im Gruppenraum ihres Wohnhauses.

00:20:02: Das Haus geht von der Klasse sieben, also auch von fünf auf diesen Tagsüber nicht in unserem Haus bis zur Klasse zehn.

00:20:09: Und hier unten im Gruppenraum haben wir ein Fernseher und normalerweise auch eine Switch aber ich weiß nicht wo die im Moment ist.

00:20:19: Hier finden normalerweise die Hausversammlungen statt wenn unsere Hauspädagogen halt Sachen mit uns besprechen Oder wenn wir einfach irgendwelche Gruppenzeiten haben, manchmal.

00:20:29: Wenn wir keine Karoke singen oder so, das machen wir auch manchmal.

00:20:32: Aber hier entspannen wir meistens ...

00:20:36: Normalerweise hätten Lynn und Helene um diese Uhrzeit wahrscheinlich eine Nachmittagsaktivität geplant.

00:20:42: In der Woche meines Besuchs ist es auf der Gaston ein bisschen stiller.

00:20:45: Viele Klassen sind gerade auf Klassenfahrt.

00:20:48: Nicht so, Lynn und Helena!

00:20:50: Ich bin Linne und ich gehe in Stufe acht, vierzehn.

00:20:55: Ja, ich bin Helene.

00:20:56: Ich bin vierzehn Jahre alt und ich bin auch in der Stufe

00:21:00: acht.".

00:21:00: Helene kannte die Gaston schon vor ihrem eigenen Einzug ganz gut.

00:21:04: Sie hat ihren Bruder immer mit ihren Eltern nach dem Wochenende hier abgegeben – wie sie sagt!

00:21:10: Schon diese Einblick habe sie begeistert.

00:21:13: Lynn fand die Idee eines Internats super, nachdem sie Probleme an ihrer alten Schule hatte.

00:21:18: Wie im Film sei das auf der Gaston, dachte sie bei ihrem ersten Besuch.

00:21:22: und hat sich der erste Eindruck verfestigt.

00:21:24: Ja schon, es ist schon sehr ähnlich.

00:21:27: Es gibt schon ein bisschen Honey & Nanny-Vibes aber das ist sehr cool.

00:21:31: also ich mag's hier sehr.

00:21:32: Aufgenommen wurden beide hier gut.

00:21:34: berichten sie?

00:21:35: Das ist auf jeden Fall bei uns.

00:21:36: Ich weiß nicht wie das so andere wahrnehmen aber ich weiß bei Linn und mir war es eigentlich genau gleich.

00:21:43: Und zwar wenn man kommt gerade so als Schüler ist halt wirklich so dass man eigentlich voll gut aufgenommen

00:21:52: wird.

00:21:53: Ich spreche mit den beiden darüber, was ihre Tage hier auf der Gastong ausmacht und was ihnen am Internatsleben so gefällt.

00:22:08: wo wir selber entscheiden können, was wir machen.

00:22:14: Der Campus ist auch relativ groß, dass wir irgendwo hingehen und spazieren gehen können oder so.

00:22:21: Ja genau, es ist ja immer sehr schön!

00:22:23: Linne und Helene sind nicht nur Mitbewohnerinnen und Mitschülerinnen, sondern auch sehr gute Freundinnen.

00:22:29: Auch ihre Nachmittage verbringen die beiden häufig miteinander.

00:22:33: Wir haben halt so relativ die gleichen Hobbys, würde ich mal sagen... Wir machen sehr viel zusammen, also wir sind da oft drüben am Stall.

00:22:45: Wir haben ja auch die Schwimmhalle im Sommer fast jeden Tag in der Schwimm-Halle.

00:22:50: und dann gibt es halt noch so Einzelheiten wie dass ich z.B.

00:22:53: Tennis mache und eine

00:22:54: Tanzzeit

00:22:55: sehr gerne.

00:22:56: Und mit ihren Mitschülerinnen kommen sie nicht zuletzt bei den Gruppenaktivitäten, die werden hier Gruppenzeiten genannt – zusammen!

00:23:03: Die verantwortliche Pädagogen gestaltet die mit.

00:23:06: Vor Kurzem haben wir eine Aktivität gemacht, die heißt Pizzadom.

00:23:11: Das ist so was Ähnliches wie Raklette.

00:23:16: Da hat man solche Fändchen, wo man einen Pizzateig draufmacht und dann kommen sie in einen kleinen Ofen.

00:23:21: Das war lustig!

00:23:26: Verantwortlich für solche spaßigen und durchaus schmackhaften Aktionen ist im Falle der beiden Mädels Anna Hinckers.

00:23:33: Sie isst Internatspädagogin.

00:23:35: Auch bei ihr darf ich mal reinschauen.

00:23:41: Gerade sitzen wir in meinem Büro, da beginnt so ein bisschen der Internatsalltag der Mädels ...

00:23:47: Die Mädels kommen nach der Schule im Büro vorbei und melden sich an.

00:23:51: Danach starten sie ins Internateprogramm.

00:23:54: Anna Hinckers macht ihren Job seit mittlerweile knapp fünf Jahren.

00:23:58: Sie ist studierte Sozialarbeiterin.

00:24:00: Ich glaub eine große Stärke der Gastung oder was die Gastung auch ausmacht sind einerseits Die Gemeinschaft, die hier entsteht.

00:24:10: Es gibt so einen schlauen Spruch was die Gastung verbindet kann die Zeit nicht trennen.

00:24:14: und wenn man sich auf die Gastonka-Familie einlässt ich sehe das ja zumindest im Kleinen schon bei meinem Bruder der jetzt ihr Abi gemacht hat vor zwei Jahren dann hat man wirklich Freunde und Familie fürs Leben.

00:24:27: Und Hinkers ist für die Schülerin eine wichtige Bezugsperson denn klar deren Alltag gestaltet sie maßgeblich mit.

00:24:33: Was

00:24:34: ich persönlich gerne immer mitgebe Das ist mein Ziel, dass ich das irgendwie mitgeben kann den Schülerinnen.

00:24:42: Es so ein bisschen ... die ganz viele Menschen nehmen, ganz viele Sachen selbstverständlich und ich möchte das aufbrechen und ich versuche es im Alltag immer uns zu bringen, kleine Deals zu machen.

00:24:56: Das haben die Mädels mir auch schon mal gesagt oder rückgespiegelt, dass das cool ist, mit mir kann man Deals

00:25:01: aushandeln.".

00:25:02: Aber natürlich nur mit guten Argumenten und fairen Kompromissvorschlägen versteht sich!

00:25:08: Besonders belebt sein bei ihren Mädels die Gruppenzeiten, in denen gegessen wird.

00:25:13: Vielleicht kam das im Gespräch mit Lin und Helene schon ein bisschen durch – Stichwort Pizzadom!

00:25:19: Aber das Portfolio ist um einiges größer... Für mich steht fest….

00:25:35: Wer auf der Gastonk wohnt?

00:25:37: Die oder der kann im Anschluss an ihre oder seine Schulzeit wahrscheinlich fantastisch backen.

00:25:42: Oder mindestens essen!

00:25:54: Aber natürlich geht das, was Hinkers und ihre Kolleginnen und Kollegen vermitteln wollen weit übers Kulinarische hinaus.

00:26:00: Also natürlich so eine gewisse Eigenständigkeit und auch Verantwortungsübernahme für sich selber vielleicht auch für die Gesellschaft.

00:26:08: also hier gibt es ganz viele Möglichkeiten sich zu engagieren in einem ganz kleinen zum Beispiel eben in den Gruppenzeiten selber da entweder eine Idee reinwerfen oder wirklich mit organisieren und da Verantwortung auch für die Gruppe mitzübernehmen.

00:26:21: Die Pädagoginnen und Pädagogen können individuell fördern, und auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler reagieren.

00:26:28: Durch diese ganzen vielen Angebote, die wir haben, die eigenen Talente, entdecken sie in einem Schlummern oder einfach nur Neues was mir Spaß macht.

00:26:36: Manchmal macht es ja auch Spaß obwohl oder gerade weil man keinen Talent für etwas hat sondern einfach um das Spaß ist.

00:26:41: Willen Das kann die Gaston sehr gut, diese Individualität auffangen und in der Gemeinschaft zusammenbringen.

00:26:57: Und dass diese Gasdonker-Gemeinschaft so funktioniert?

00:27:00: Da hat er seine Augen immer drauf!

00:27:04: Den Direktor Markus Oberdörster haben wir vorhin bei der Führung übers Gelände schon einmal gehört.

00:27:10: Oberdürster gibt mir nun noch einen Einblick

00:27:16: junge Menschen hierzu, verantwortungsvollen Persönlichkeiten zu erziehen die dann irgendwie auch diese Welt vielleicht ein bisschen positiv gestalten können.

00:27:25: Die Vielfalt der Angebote zieht sicher ganz unterschiedliche Kinder und Jugendliche auf das Internatsgymnasium.

00:27:32: Besonders glücklich werde man hier erzählt Oberdörster wenn man mit dem Wunsch sich zu engagieren und einer ordentlichen Portion Neugier herkommt

00:27:41: Und vielleicht auch so Ja, eine sichtbaren Leistungsbereitschaft ohne dass hier jetzt jeder zum Nerd sein muss.

00:27:51: Also eine Leistung Bereitschaft die zeigt sich nicht nur in Mathe-Deutsch Englisch Latein sondern das kann eben auch in Kunst sein oder in Musik.

00:27:59: und ich glaube das ist der Schöne, dass wir so viele junge Persönlichkeiten haben und dass wir auch im Kollegium versuchen mit jedem und mit jeder so ihren ganz persönlichen Weg zu gehen.

00:28:10: Und diese Leistungsbereitschaft und die akademische Förderung, die Spiele eben auch eine wichtige Rolle.

00:28:16: Also für mich macht es schon aus ein Qualitätsanspruch in all dem was wir tun.

00:28:23: Wir haben einen akademischen Qualitätersanspruch.

00:28:26: also wir sind schon ein alteingesessenes Gymnasium.

00:28:30: Ich glaube unsere Schülleiterin wäre sehr enttäuscht wenn unser Abischnitt nicht sichtbar über den Landesdurchschnitt läge und da liegt er in aller Regel.

00:28:39: dann Qualität kann aber, sieht sich auch durch die außerschulischen Angebote.

00:28:45: Die christliche Lehre und ein christliches Menschenbild seien das Fundament der Gastonk.

00:28:51: Ich glaube es sind Konzepte in den letzten Jahrhunderten immer wieder sehr tragfähige Modelle auf eine Beurteilung gesellschaftlicher Realitäten mitgebracht haben, also Respekt.

00:29:06: Mitgefühl,

00:29:07: Hilfsbereitschaft.".

00:29:08: Gleichzeitig aber habe die Gaston keinen missionarischen Auftrag so Oberdörster.

00:29:13: Also wir sind als Schule nicht wertneutral, aber wir haben jetzt nicht das Ziel unseren Schülerinnen und Schülern, die ja konfessionell völlig ungebunden sind, hier irgendwas aufzuoktrören.

00:29:28: Wir wünschen uns aber gleichzeitig, dass es sich eben mit auch mit spirituellen und gesellschaftlichen und moralisch ethischen Fragen im Laufe ihrer Schulzeit mal auseinandersetzen.

00:29:37: Und dazu bieten wir auch verschiedenste Angebote

00:29:40: an.".

00:29:40: Ganz wichtig – und geradezu elementar für das Leben- und Lernen auf der Gastung – und das erwähnen meine Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner an vielen Stellen – sei der Dreiklang aus Kopf, Herz und Charakter!

00:29:54: Weil er genau diese Ganzheitlichkeit, die man dann vielleicht auch mit so einem christlichen Menschenbild allen Schülerinnen und Schülern – übrigens auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugesteht.

00:30:08: Ich glaube, man kann da nichts weglassen!

00:30:13: Wenn man sich nur über die akademische Exzellenz definiert, also nur über den Kopf, dann wird das Leben sehr schnell kalt.

00:30:26: Den Kopf könnte man auch nicht weglassen.

00:30:28: Schließlich ist die Gastonk ein Gymnasium.

00:30:30: Gleichzeitig, aber funktioniert der nicht ohne Herzensbildung.

00:30:35: Auch eine Herzensbildung ist ein wichtiger Bausteil der Entwicklung eines jungen Menschen.

00:30:44: Empathie wahrnehmen, was eigentlich um mich herum passiert.

00:30:50: Vielleicht auch größere Zusammenhänge zu ahnen, seien die jetzt spirituell oder sind die persönlich?

00:30:54: Oder sind sie in Bezug auf meinen

00:30:56: Mitmenschen?".

00:30:57: Und aus all dem müsse sich dann im besten Fall der Charakter entwickeln – Der Wunsch Verantwortung zu tragen!

00:31:04: Ich spiele eine Rolle in dieser Welt und ich fühle mich auch ermutigt und im besten fall befähigt, die anzunehmen.

00:31:11: Und Kinder und Jugendliche mit Kopf, Herz und Charakter.

00:31:14: Von denen scheinen hier auf der Gastong einige zu

00:31:18: sein.".

00:31:19: Ich

00:31:33: hoffe von denen haben sie in dieser Folge von Zeit für Internate einen Eindruck bekommen!

00:31:39: Danke fürs Zuhören.

00:31:40: – bis zur nächsten Folge von «Zeit für Internat».

00:31:57: Zeit für Internate ist eine Produktion von Studio ZX in Auftrag von Zeit Advice.

00:32:02: Diese Folge ist entstanden im Auftrag des Kollegium Augustinianum Gastonk.

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